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Studierende sind doppelt betroffen von der Corona-Pandemie: Präsenzveranstaltungen und Bibliotheksbesuche sind ausgesetzt, oft fallen auch die Nebenjobs flach.

Soforthilfe

Land stellt Studierenden in Hessen 200 Euro wegen Corona bereit

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Das Land Hessen ermöglicht Studierenden, die wegen der Corona-Krise in finanzielle Not geraten sind, eine Soforthilfe. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.

Studierende in Hessen erhalten vom Land bis zu 200 Euro, falls sie wegen der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Wie das hessische Wissenschaftsministerium mitteilte, müssten sie das Geld nicht zurückzahlen.

Das Land Hessen habe eine Viertelmillion Euro in einen Nothilfefonds der Studierendenwerke eingestellt, so das Ministerium. Bei dem Geld handele es sich um Haushaltsmittel, die als erhöhter Zuschuss für die Studierendenwerke bereits beschlossen gewesen seien. Die Studierendenwerke übernähmen die Auszahlung. Anträge könnten ab Mittwoch gestellt werden. Die Vergabekriterien sollen bis dahin auf der Website des für die jeweilige Hochschule zuständigen Studierendenwerks stehen.

„In der aktuellen Krise fallen viele typische Jobs für Studierende weg, etwa das Kellnern in Cafés und Bars“, sagte die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne). „Mir ist bewusst, dass mit 200 Euro keine großen Sprünge möglich sind.“ Weil keine bundesweite Lösung vorliege, gehe es jetzt darum, schnelle Hilfen zu ermöglichen, um den Studierenden Zeit zu geben, sich anderweitig um Finanzierungsquellen zu bemühen.

Schärfer formulierte es Nina Eisenhardt, Sprecherin für Hochschulpolitik der Grünen im Landtag. In der Corona-Krise lasse Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) die Studierenden in Not im Stich, sagte sie. Studienfinanzierung und Grundsicherung seien eigentlich Aufgaben des Bundes. Eisenhardt rief zu einer Lösung im Rahmen des BAföG auf. 

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