Genehmigungsverfahren

Lager für giftige Erde

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Fraport will auf einer derzeit als Parkplatz genutzten Fläche der Cargo City Süd belastete Böden und Bauschutt von der Baustelle des Terminals 3 zwischenlagern.

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat das Genehmigungsverfahren für das umstrittene Zwischenlager für belastete Erde auf dem Flughafen-Gelände gestartet. Wie die Behörde am Montag mitteilte, liegen die Unterlagen bis zum 6. Februar am RP-Standort in Frankfurt (Gutleutstraße 114) und in den beiden Rathäusern in Mörfelden-Walldorf aus. 

Fraport will auf einer derzeit als Parkplatz genutzten Fläche der Cargo City Süd belastete Böden und Bauschutt von der Baustelle des Terminals 3 zwischenlagern. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung sei nicht notwendig, teilte das RP mit. Eine solche hatten der Kreis Groß-Gerau und die Stadt Mörfelden-Walldorf gefordert.

Fraport hat die immissionsschutzrechtliche Genehmigung eines Lagers für rund 600 000 Kubikmeter Material beantragt, das polyfluorierte Chemikalien (PFC) enthält. Die Belastung rührt höchstwahrscheinlich vom Einsatz von Feuerlöschschäumen her. PFC-haltiges Material müsste eigentlich auf speziellen Deponien gelagert werden. Aktuell fehlt es jedoch an Kapazitäten in Deutschland. Das Lager soll den Angaben zufolge maximal fünf Jahre existieren.  

Einwendungen gegen das Vorhaben können bis zum 6. März bei den Auslegungsstellen erhoben werden oder per E-Mail an: IS-Geschaeftsstelle-F@rpda.hessen.de.

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