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Frankfurt-Harheim

Die Ländlichkeit bewahren

  • Denis Hubert
    vonDenis Hubert
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Anwohner gründen eine Interessengemeinschaft zur Förderung des Stadtteils. Ihr Ziel ist es, den „ländlichen Charakter“ Harheims zu bewahren. Der Grund ihres Zusammenschlusses sind der Verkehr und die Flüchtlinge.

Sie treten ein für „volle Transparenz“, möchten mitreden und den „ländlichen Charakter“ Harheims bewahren. Zu diesem Zweck hat sich am Donnerstagabend im örtlichen Bürgerhaus die Interessengemeinschaft zur Förderung Harheims (kurz: IG Harheim) gegründet. „Wir wollen die Vereinsstruktur auf den Weg bringen, um dauerhaft politisch aktiv zu sein“, sagt Tobias Jaenicke, der zum Ersten Vorsitzenden gewählt wurde.

Verkehr und Flüchtlinge – das sind die Themen, wegen derer sich Anwohner zusammenschließen. „Die Idee stammt aus dem Süden Harheims“, erläutert Jaenicke, „aber wir hoffen, dass wir künftig viele Menschen aus dem gesamten Stadtteil erreichen werden.“ Der 40-Jährige wohnt mit Frau und Kind Im Niederfeld – jene Straße im Baugebiet Harheim-Süd, die den Stadtteil derzeit in Atem hält.

Zum einen ist da die Verkehrsbelastung. Anlieger monieren, dass Stadt und Ortsbeirat nun doch keine Poller in der Haintalstraße und Am Auweg aufstellt – anders als im Bebauungsplan vorgesehen. Sie befürchten, dass künftig der ganze Verkehr aus der Philipp-Schnell-Straße nach Harheim-Süd kommt. Das sei unfair, so Jaenicke, denn die Menschen hätten bewusst Grundstücke in einer verkehrsarmen Gegend gekauft.

Zum anderen kritisieren die Anwohner die Stadt für den Umgang mit der geplanten Flüchtlingsunterkunft. Wie die FR berichtete, möchte das Deutsche Rote Kreuz im Niederfeld ein „integratives Wohnprojekt“ verwirklichen. Vorgesehen ist ein zweigeschossiges Gebäude, in das 18 Senioren und 112 Flüchtlinge einziehen sollen. Die IG Harheim bemängelt die Informationspolitik und wünscht sich „volle Transparenz über aktuelle Planungen“ und „Möglichkeiten zur Mitgestaltung“.

Nahverkehr und Kita-Angebot

Es sind nicht die einzigen Themen, derer sich die IG Harheim annehmen will. Der Nahverkehr soll gestärkt, das Kita-Angebot ausgebaut und der Bedarf an weiterführenden Schulen geprüft werden. Angedacht ist auch, ein Stadtteilfest auszurichten. „Wir wollen nicht nur Harheim-Süd fördern“, betont Jaenicke.

Die Ziele könnten so zwar auch in einem Parteiprogramm stehen. Doch die Initiatoren betonen, „politisch und konfessionell neutral“ zu sein. So fiel auf den Namensvorschlag „Bürger für Harheim“ am Donnerstag auch keine Stimme, um nicht mit dem rechtskonservativen Bündnis „Bürger für Frankfurt“ in Verbindung gebracht zu werden.

Orientieren will sich die IG Harheim vielmehr an einer bestehenden Nachbarschaftsinitiative. So gibt es auf dem Riedberg seit Jahren eine Interessengemeinschaft, die zum Zusammenleben im Neubaugebiet beiträgt. Sie stemmt den Stadtteil-Weihnachtsmarkt, richtet ein Osterfeuer aus und säubert den Riedbergplatz.

Mehr als 50 Mitstreiter hat die IG Harheim bislang, die auch die Nähe zum Ortsbeirat 14 und zum örtlichen Vereinsring suchen will. Nach den Osterferien soll das nächste Treffen stattfinden. Jaenicke verspricht: „Wir wollen zu den Vereinen nicht in Konkurrenz treten, sondern eine Verknüpfung herstellen.“ Im Vereinsring freut man sich bereits auf die Zusammenarbeit. „Wir begrüßen das“, teilt Vorsitzender Ernst-Willi Seib auf Anfrage mit.

Website: www.ig-harheim.jimdo.com

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