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Der Labsaal wird renoviert.

Bockenheim

Labsaal wird renoviert

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Der Labsaal, die ehemalige Mensa auf dem Uni-Campus Bockenheim, wird renovoert. Die dort untergebrachten Flüchtlinge ziehen auf den Sportcampus.

Derzeit leben noch 89 Geflüchtete in der Notunterkunft im Labsaal, der ehemaligen Mensa auf dem Uni-Campus Bockenheim. Vermutlich im Hochsommer sollen die meisten von ihnen auf den Sportcampus nach Ginnheim umziehen. „Wir wollen den Menschen eine gute Unterkunft mit Privatsphäre und Selbstversorgung bieten“, sagt Katrin Wenzel von der Stabstelle Flüchtlingsmangagement.

Über die aktuelle Entwicklung wird sie in der kommenden Sitzung des Ortsbeirats 2 am Montag berichten. Die Pläne sehen vor, dass der Labsaal nach dem Umzug der Bewohner grundhaft gereinigt wird. Dann sollen neu zugewiesene Flüchtlinge dort einziehen.

Um die Situation der Menschen in der Notunterkunft auf dem Campus Bockenheim zu verdeutlichen, möchten die Künstler Justus Becker und Oguz Sen den Labsaal zu einem Kunstwürfel gestalten. „Signal Labsaal“, heißt das Projekt in Kooperation mit dem Stadtteilbüro „Zukunft Bockenheim“. Beginn ist am Sonntag, 2. Juli. Vorgestellt wird das Vorhaben ebenfalls in der Ortsbeiratssitzung am Montag.

Weitere Initiativen zu Gast

Becker und Sen gehören dem Verein „Offenes Haus der Kulturen“ an. Darin haben sich Bürger und Kulturschaffende zusammengeschlossen – mit dem Ziel, das Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim künftig als interdisziplinäres Kulturzentrum zu nutzen. Hintergrund ist, dass der Allgemeine Studierendenausschuss der Goethe-Uni im kommenden Jahr ein neues Studierendenhaus auf dem Campus Westend beziehen wird.

Auch die freischaffenden Künstlerinnen Pia Grambart-Delalic, Nicole Wächtler und Michaela Heidlas-May, die sich zu „Three For Wall“ zusammengeschlossen haben, werden in der Sitzung zu Gast sein. Das Trio stellt sein Kunstprojekt „Werklabor“ vor. In der Vergangenheit bemalten die Frauen unter anderem ein Gartenhäuschen mit Torbogen im Günthersburgpark.

In der Ortsbeiratssitzung zugegen sein werden zudem Vertreter des Hessischen Flüchtlingsrats, die sich und ihre Arbeit vorstellen. Die Organisation setzt sich seit 1991 für die Rechte von Flüchtlingen und die Verbesserung ihrer Lebenssituation ein. Sie versteht sich als Bindeglied zwischen politischen Entscheidungsträgern und Menschen vor Ort, die sich für Flüchtlinge und Migranten starkmachen. 

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