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Ein riesiger Adler sammelt Pokale: Choreographie im vergangenen Jahr.
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Ein riesiger Adler sammelt Pokale: Choreographie im vergangenen Jahr.

Pokalfinale Eintracht Frankfurt

Kurvenshow voller Überraschungen

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Die Eintracht Frankfurt-Fans planen beim Pokalfinale in Berlin wieder eine Choreographie – teuer wird die Darbietung allemal.

Erst tauchte der Kopf des Adlers auf. Als das riesige Banner dann weiter entrollt wurde, sah man vier Pokale unter den Flügeln des stolzen Vogels. Vier Pokale für die vier bisher errungenen Pokalsiege der Eintracht. Den fünften Pokal, den die Frankfurter an diesem Tag holen wollten, hatte das Wappentier der Eintracht bereits mit den Krallen gepackt. Das eindrucksvolle Banner bedeckte fast den gesamten Unterrang in der Ostkurve des Berliner Olympiastadions. Und als die komplett in weißen Eintracht-Shirts gekleideten Anhänger dazu die Fahnen schwenkten, die sie vor dem Spiel auf ihren Sitzen gefunden hatten, war die Choreographie komplett.

Wenn die Verantwortlichen der Eintracht häufig sagen, ihr Verein habe beim letztlich knapp verlorenen Pokalfinale im vergangenen Jahr einen sehr positiven Eindruck hinterlassen, meinen sie damit vor allem den Auftritt der mehr als 20 000 Fans, die mit nach Berlin gekommen waren. Gerade die Choreographie begeisterte auch die eher neutralen Zuschauer. Und so stand mit dem erneuten Finaleinzug fest: Auch beim Spiel am 19. Mai wird die Eintracht-Kurve wieder ein besonderes Bild abgeben.

Was diesmal geplant ist? Wir wissen es schlichtweg nicht, und wenn wir es wüssten, würden wir es nicht schreiben. Denn wer eine Choreographie im Vorhinein verrät, kann genauso gut einer Siebenjährigen am 21. Dezember sagen, was sie zu Weihnachten bekommt. Die Show der Fans lebt von der Überraschung. Zumal auch die gegnerischen Anhänger keine Chance bekommen sollen, mit Spruchbändern auf die Choreographie zu reagieren.

Insofern sind nur wenige Menschen in das Motiv eingeweiht. Die Ultras, die die Choreo organisieren, hüten es wie ein Staatsgeheimnis. Fest steht nur zweierlei: Der Aufbau der Darbietung ist extrem aufwendig. Und teuer.

Eintracht-Anhänger  in der Ostkurve

Bereits am Morgen, mehr als zehn Stunden vor dem Anpfiff, werden sich Dutzende vom DFB akkreditierte Eintracht-Fans im Berliner Olympiastadion an die Arbeit machen. Die gesamten Utensilien werden auf den Sitzen verteilt. Derweil werden die Bayern-Anhänger in ihrer Kurve ebenfalls werkeln, denn auch sie planen eine Choreo. Wobei die Frankfurter die besseren Blöcke erwischt haben. Die Eintracht-Anhänger stehen und sitzen wie im vergangenen Jahr in der Ostkurve. Anders als die Fankurve der Bayern ist diese nicht durch das Marathontor getrennt, das einer durchgehenden Choreographie im Wege steht.

Auch zu den genauen Kosten schweigen die Ultras, nach FR-Informationen dürften sie im sechsstelligen Bereich liegen. Die Eintracht gibt kein Geld für die Show, die Ultras würden es auch nicht annehmen. Man will unabhängig bleiben. Deshalb sammelt die Gruppe Spenden. Beim Heimspiel gegen den Hamburger SV kam eine erkleckliche Summe zusammen. Auch Eintracht-Unterstützer, die ihren Platz in Logen oder auf Business Seats haben, gaben Geld. Der Rest soll auf dem extra eingerichteten Konto zusammenkommen.

Genügend Erfahrung mit Choreographien haben die Eintracht-Fans allemal. Als ihre Mannschaft in der Saison 2013/2014 zuletzt im Europacup spielte, gab es vor jedem Spiel eine Darbietung. In einer Dankesanzeige an die Fans schrieben Mannschaft und Vorstand der Eintracht seinerzeit: „Eure Choreographien haben Europa beeindruckt.“

Spenden nimmt der Verein Nordwestkurve Frankfurt unter IBAN DE46 5105 0015 0162 0748 01 entgegen. Verwendungszweck: Choreospende.

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