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Kriminalität in Frankfurt

Kunstraub im Ikonen-Museum

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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Ein russisches Altarkreuz wird als Leihgabe aus Düren ans Ikonen-Museum geliefert. Als man acht Tage nach Ankunft erstmals in die Transportkiste guckt, ist sie leer.

Eigentlich steht nur eines fest: Das Altarkreuz aus Russland ist weg. Ein aus Holz geschnitztes und silbern eingefasstes Kreuz, 22 Zentimeter hoch, elf Zentimeter breit, 500 Gramm schwer. Es gehört einem Privatmann aus dem nordrhein-westfälischen Düren und sollte in der Ausstellung „Ikonen – Das Sichtbare des unsichtbar Göttlichen“ in Erfurt gezeigt werden. Und weil das Frankfurter Ikonen-Museum die Ausstellung mitgestaltet hat, wurde das Kreuz an den Main transportiert. „Aber als wir die Kiste aus Düren öffneten, war es nicht drin“, sagt Museumsleiter Richard Zacharuk. „Wo und wie es verschwunden ist, wissen wir nicht.“

Der Kunstdiebstahl trug sich bereits im September vorigen Jahres zu. Jetzt bittet die Frankfurter Polizei aber um Mithilfe bei der Suche und hat Fotos des Altarkreuzes aus dem 18. Jahrhundert veröffentlicht, um Hinweise auf dessen Verbleib zu erhalten. „Das Kreuz ist bei der Polizei und bei Interpol sofort als entwendetes Objekt registriert worden“, sagt Zacharuk. Dennoch könne es sein, dass es veräußert wurde und der neue Besitzer keine Ahnung davon habe, auf unrechtmäßigem Wege in seinen Besitz gelangt zu sein.

Der Versicherungswert des Kreuzes beträgt 18 000 Euro. Und in der Transportkiste hat es irgendwann auf jeden Fall gelegen. „Das ist bestätigt“, sagt Zacharuk. Wann genau es aber gestohlen wurde, lässt sich nicht sagen. Denn als die Kiste am 21. September in Frankfurt ankam, stellte das Museum sie zunächst in ihrem Depot ab – ohne hineingeguckt zu haben.

Erst acht Tage später wurde die Transportkiste geöffnet. „Man packt die Objekte nie sofort aus und begutachtet sie“, erläutert der Museumsleiter. In der Regel holt man die Kunstwerke erst hervor, wenn sie in der Ausstellung aufgestellt werden. Oder wenn die Leihgabe weitergeschickt werden muss. „Sonst hat man ja doppelte und dreifache Arbeit“, sagt Zacharuk. Auspacken, einpacken, auspacken, einpacken – „das ist ja sinnlos“, sagt Richard Zacharuk.

Dass das Werk aus dem Museumsdepot geklaut wurde, kann sich Zacharuk kaum vorstellen. „Das ist eigentlich nicht möglich, das Depot ist schließlich gesichert.“ Mit Alarmanlagen zum Beispiel. Und selbstverständlich kommt dort nicht jeder hinein. Abhanden gekommen ist das Kreuz dennoch. Irgendwo. Irgendwie. Die Ermittlungen laufen. Die Polizei ist auf der Suche, um das Kunstwerk seinem Eigentümer wiederzubringen.

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