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Die Visualisierung zeigt die Uni-Bibliothek und das Zentrum der Künste (re.) und HfMdK und Frankfurt LAB (li).
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Die Visualisierung zeigt die Uni-Bibliothek und das Zentrum der Künste (re.) und HfMdK und Frankfurt LAB (li).

Kulturcampus in Bockenheim

Kulturcampus in Frankfurt stockt

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Weil die Gespräche mit dem Land stocken, will das Kulturdezernat Frankfurt den Bau des Kulturcampus beschleunigen - und Teile des Zentrums der Künste selbst entwickeln.

Um den Bau des Kulturcampus in Bockenheim zu beschleunigen, schlägt Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) vor, dass die Stadt einen Teil des Zentrums der Künste selbst entwickeln soll.

Kulturcampus in Bockenheim: Dezernat will Arbeitsteilung

„Das Land könnte in einem Realisierungswettbewerb Hochschule und Frankfurt LAB aus einem Guss bauen, während die Stadt den anderen Teil des Zentrums der Künste auf dem nördlichen Baufeld, dem Tortengrundstück, entwickelt. Wir sind bereit, das von uns finanzierte Raumprogramm für das Zentrum der Künste für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen“, sagte sie. Diese Aufgabenteilung zwischen Stadt und Land könne die weitere Entwicklung beschleunigen.

Hartwig zufolge stocken die Gespräche zwischen Kulturdezernat und Wissenschaftsministerium seit mehreren Monaten. Auf einen Brief der Dezernentin vom Januar habe Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) nicht reagiert.

Kulturcampus in Bockenheim: Ministerium kritisiert „politischen Letter of Intent“

Zuletzt habe die Stadt eine Raumstudie für rund 250 000 Euro erstellen lassen. Diese Vorstudie soll dem Land zur Verfügung gestellt werden. In einem nächsten Schritt sei ein Architekturwettbewerb nötig. Dafür strebe Hartwig einen „Letter of Intent“ mit dem Wissenschaftsministerium an.

Aus Sicht des Ministeriums hat dieser „Letter of Intent“ allerdings einen „politischen“ Charakter, wie Ministerin Angela Dorn (Grüne) auf Nachfrage festhielt. Er enthalte Vorstöße zu einer „weitreichenden Mitsprache der Stadt bei der Gestaltung der Hochschule“, die sie nicht akzeptieren könne. Auch gebe es bislang keine Zusage der Stadt für die gemeinsame Umsetzung des vereinbarten Wettbewerbs und keine Finanzierungszusage für den städtischen Anteil am Kulturcampus, sagte Dorn. Einen „fachlich akzeptablen Weg“ wolle das Ministerium aber „baldmöglichst“ mit der Stadt erörtern.

Kulturcampus in Bockenheim: Reaktionen im Landtag

Sie könne nicht nachvollziehen, inwiefern der „Letter of Intent“ politisch sein solle, entgegnete Hartwig. Auch weise sie zurück, dass sich die Stadt in die Gestaltung der Hochschule einmischen wolle. Vielmehr versuche sie, mit dem Vorschlag einer Aufgabenteilung den „gordischen Knoten“ zu zerschlagen, damit die Entwicklung des Kulturcampus vorankomme.

Nach der Entwicklung des nördlichen Teils des Zentrums der Künste, in dem Büros und Proberäume untergebracht werden sollen, könnte dieser an die Nutzer:innen vermietet werden. Im südlichen Teil des Zentrums der Künste soll das Frankfurt LAB unterkommen.

Die Entwicklung des Areals sei zu wichtig, um in Zeiten des Wahlkampfs von parteilichen Interessen zerrieben zu werden, sagte Hartwig. Diese Ansicht teilt Angela Dorn: „Ich lade Frau Hartwig ein, auf den vereinbarten Weg zurückzukehren, den gemeinsamen Wettbewerb vorzubereiten und baldmöglichst zu starten“, sagte sie.

Die Grünen im Landtag sprachen von einem Wahlkampfmanöver Hartwigs; die SPD im Landtag sieht Ministerin Dorn am Zug.

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