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HfMdK und Zentrum der Künste

Kulturcampus in Frankfurt: Dezernat sieht Land in der Bringschuld

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die Gespräche zum Kulturcampus in Frankfurt mit einem Neubau der HfMdK und dem Zentrum der Künste stocken seit fünf Monaten. Das Dezernat weist Vorwürfe des Landes zurück.

Das Kulturdezernat in Frankfurt weist die Vorwürfe der Hessischen Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) zurück, die Stadt wolle sich bei der Bebauung des Kulturcampus in Bockenheim in die Belange der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) einmischen. Die Freiheit der Hochschule bleibe unangetastet, so das Dezernat, das auf weitere Vorwürfe des Landes reagierte.

So habe der Letter of Intent (LOI), den die Stadt auf Wunsch des Landes formuliert habe, keine politische Natur, wie es das Ministerium darstelle. Er lege nur die Zusammenarbeit von Ministerium, städtischen Behörden und städtischer Wohnungsbaugesellschaft ABG Holding fest.

Zu den Fragen der Finanzierung, die das Ministerium als ungeklärt in den Raum stellte, gebe es eine Klärung, so das Kulturdezernat. So habe die Stadt eine Viertelmillion Euro in eine Raumstudie investiert, die sie dem Land unentgeltlich zur Verfügung stellen wolle. Die Kosten für das Wettbewerbsverfahren in Höhe von 50 000 Euro übernehme die Stadt beziehungsweise die ABG Holding.

Auch sei die Finanzierung des Zentrums der Künste vonseiten der Stadt geklärt. Das Dezernat schlage ein Mietmodell vor: Die Stadt baue den Nordteil des Zentrums der Künste via ABG mit Büros und Proberäumen auf dem „Tortenstück“ neben der Unibibliothek. Sie vermiete das Gebäude anschließend an die Nutzer:innen. Das sind Frankfurt Lab, Deutsche Ensemble Akademie, Ensemble Modern, Internationale Ensemble Modern Akademie, Junge Deutsche Philharmonie, die Dresden Frankfurt Dance Company, Hindemith Institut Frankfurt.

Das Land soll dem Vorschlag zufolge den Südteil des Zentrums der Künste und die HfMDK errichten, wo Juridicum und Labsaal derzeit sind. Beide Gebäude sollen ein gemeinsames Foyer und eine gemeinsame Tiefgarage bekommen.

Seit fünf Monaten stockten die Gespräche zwischen Kulturdezernat und Ministerium, wie das Dezernat beklagt. Man bekomme keine Antwort per Brief, Mail, Telefon. Der Sprecher des Wissenschaftsministeriums, Volker Schmidt, wies darauf hin, dass dem Land Informationen und verbindliche Aussagen der Stadt fehlten, um einen korrekten, den Bestimmungen entsprechenden Architektenwettbewerb auf den Weg zu bringen, so das Raumprogramm für das Zentrum der Künste und belastbare Finanzierungszusagen im Haushalt der Stadt. Aufgabe des Landes sei zunächst lediglich der Neubau der HfMDK. Über die Finanzierung weiterer Teile des Kulturcampus sei noch nicht verhandelt worden.

Das Dezernat vermutet, dass Ministerium wolle die Gespräche bis über die Kommunalwahl hinaus verzögern. Bislang hat das Land 100 Millionen Euro für den Neubau der Hochschule zugesagt, aber kein Geld für das Zentrum der Künste.

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