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Das Festival soll auch eine Bühne für junge Rapper bieten.

Griesheim

Mit Kultur Vorurteile in Griesheim widerlegen

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Quartiersmanagement und Stadtführer Sascha Mahl planen fürs Frühjahr 2021 ein Festival im Stadtteil. Das soll auf mehreren Bühnen stattfinden.

Die Quartiersmanager Franziska Thies und Maximilian Förtner sowie der Stadtführer Sascha Mahl planen für 2021 ein Musik- und Kulturfestival in Frankfurt-Griesheim. Das haben die Akteure kürzlich auf der Facebook-Seite der Griesheimer Adventsfenster bekanntgegeben. Die Spenden, die bei den Adventsfenstern 2019 zusammenkommen, sollen in die Finanzierung des Festivals im Frühjahr 2021 fließen.

In den vergangenen 14 Jahren sind die Spenden stets an soziale Einrichtungen oder Projekte gegangen. „Diesmal sollen alle Griesheimer beschenkt werden und ein besonderes Wochenende erleben“, sagt Mahl.

Vor zwei Jahren, erzählt der Guide, ist das Geld an das Kinderhaus Griesheim geflossen. Das hat die Spende genutzt, um mit den Jungen und Mädchen nach Wiesbaden ins Theater zu fahren. „Das sind Kinder aus Familien, die sonst nicht so viel Geld für Kultur übrig haben“, erzählt Mahl. Die Spende hat einigen von ihnen den ersten Theaterbesuch ihres Lebens ermöglicht.

Das hat Mahl beeindruckt. Er hat sinniert, wie der Effekt noch zu verstärken wäre. So ist langsam die Idee gereift, ein Festival für den Stadtteil zu organisieren. „Das soll keine kleine Geschichte werden“, sagt Mahl. Idealerweise sollen an mehreren Orten im Stadtteil Bühnen stehen, in geschlossenen Räumen ebenso wie auf offenen Flächen. Erst müsse man sehen, welche Baustellen der Stadtumbau-West mit sich bringe.

Infos

Infosund Anregungen per E-Mail an festival@frankfurt-griesheim.de.

In die konkrete Planung steigt die Gruppe Mitte Januar ein. „Wir wollen das Vorurteil widerlegen, in Griesheim sei nichts los, keiner tue was“, feixt Mahl. Vielmehr sollen die musikinteressierten Menschen aus den umliegenden Stadtteilen mal den Weg nach Griesheim finden.

Frankfurter Künstler

Auftreten sollen am besten Frankfurter Künstler oder zumindest solche, die etwas mit Frankfurt zu tun haben. Das Programm soll vielfältig sein, mit Klassik, Salsa, vielleicht Hip-Hop für die Jugend. Es soll einen Kunstmarkt geben, Gastronomie und Workshops.

Zum Geld aus den Adventsfenstern sollen sich weitere Sponsorenbeiträge gesellen. Von Unternehmen aus dem Ort, vielleicht Finanzinstituten. Das Kulturamt wird dabei sein. Die Organisatoren wollen auch schauen, was sich in den kommenden Monaten im Industriepark tut.

Die Mehrheit der Adventsfenster-Gastgeber unterstütze den Vorschlag, sagt Mahl. Er hat sie per E-Mail gefragt, die Resonanz ist überwiegend positiv.

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