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Kultur-Notfallfonds in Frankfurt: Geld für Kunstschaffende

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Von: Florian Leclerc

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Roland Kaehlbrandt ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Foto: Christoph Boeckheler
Roland Kaehlbrandt ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. © Christoph Boeckheler

Drei Stiftungen und das Kulturdezernat stocken den Kultur-Notfallfonds auf. Damit stehen auch in diesem Jahr wieder Mittel bereit.

Auch in diesem Jahr können Künstlerinnen und Künstler, die von der Pandemie betroffen sind, wieder Mittel aus dem Kultur-Notfallfonds beantragen. Wie Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) mitteilte, haben die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Crespo Foundation und die Ernst-Max-von-Grunelius-Stiftung zusammen 90 000 Euro gespendet. Das Kulturdezernat habe den Betrag aus eigenen Mitteln um 10 000 Euro auf insgesamt 100 000 Euro aufgerundet.

„Auch mit den kommenden Lockerungen im März ist ein Ende der Pandemie leider nicht in Sicht und so haben wir aufgrund der hohen Nachfrage vonseiten der Frankfurter Kulturszene entschieden, den Notfallfonds weiterzuführen“, sagte Hartwig. Ohne die drei Stiftungen und die Spenden aus der Frankfurter Bürgerschaft wäre eine Unterstützung der Frankfurter Kulturschaffenden in diesem Maße nicht möglich, sagte sie.

Geld bislang für 600 Künstlerinnen und Künstler

Der Notfallfonds wurde Ende März 2020 ins Leben gerufen, als sich abzeichnete, dass viele Antragssteller:innen aus der Kulturszene durch das Raster der Soforthilfen von Land und Bund fielen. Bis Ende 2021 kamen insgesamt 715 000 Euro zusammen. Das Geld wurde an rund 600 Künstlerinnen und Künstler ausgezahlt. Der Kanal „Frankfurt&Culture“ des Kulturdezernats auf Facebook und Instagram veröffentlicht regelmäßig beispielhafte Projekte, die aus den Mitteln des Notfallfonds umgesetzt wurden.

„Ein lebendiges Stadtleben braucht Künstlerinnen und Künstler – auch, weil Kunst und Kultur einen wichtigen Beitrag zur individuellen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung leisten“, sagte Christiane Riedel vom Vorstand der Crespo Foundation. „Unter Pandemiebedingungen ist es wichtig, insbesondere die freie Kulturszene zu unterstützen und rasche, unkomplizierte Hilfe zu leisten.“ Viele Kulturschaffende befänden sich nach wie vor in einer existenzbedrohenden Situation, betonte Roland Kaehlbrandt, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. „Umso wichtiger sind in dieser Zeit schnelle Hilfen, wie sie der Kultur-Notfallfonds leistet.“

„Das Engagement für das kulturelle Leben in Frankfurt war immer schon ein Anliegen maßgeblicher Mitglieder der Familie Grunelius“, hob der Vorstand der Ernst-Max-von-Grunelius-Stiftung hervor.

Das Frankfurter Kulturamt prüft eingehende Anträge auf Mittel des Notfallfonds zwischen 500 bis 5000 Euro in individueller Rücksprache mit den Künstlerinnen und Künstlern und unterstützt sie bei der Antragstellung. Auch mehrfache Antragsstellungen sind möglich.

Infos zu den Anträgen unter: kultur-frankfurt.de/ffm-notfallfonds

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