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Kulturdezernentin Hartwig will die freie Szene und das Kinder- und Jugendtheater stützen. 

Stadtpolitik

Nicht bei Zuschussempfängern kürzen

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Kulturdezernentin Hartwig will die freie Szene und das Kinder- und Jugendtheater stützen. Kürzungen in diesen Feldern schließt sie aus.

Das Kinder- und Jugendtheater in Frankfurt und die Zuschussempfänger:innen aus der freien Szene sollen nicht von den Streichungen im Haushalt 2021 betroffen sein. Das kündigte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) gegenüber der Frankfurter Rundschau an.

„Ich werde wie eine Löwin dafür kämpfen, dass diese vulnerablen Gruppen, die von der Pandemie mit am härtesten betroffen sind, nicht noch stärker benachteiligt werden“, sagte sie.

Die freie Theater- und Kulturszene habe durch die im Lockdown erzwungenen Schließungen immense Einnahmeausfälle gehabt. Vor diesem Hintergrund müsse die Stadt ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden und die Zuschüsse aufrechterhalten. Das Kulturdezernat hatte in der Pandemie aus eigenen Mitteln und mit Spenden einen Notfallfonds für Künstlerinnen und Künstler eingerichtet.

„Das Kinder- und Jugendtheater im Zoo-Gesellschaftshaus trägt zur Identifikation mit der Stadt und zu ihrer Befriedung bei“, sagte Hartwig. Es bringe Kinder und Jugendliche aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen außerschulisch zusammen. Jede deutsche Stadt vergleichbarer Größe habe ein solches Kinder- und Jugendtheater.

Für notwendig befunden

Derzeit seien lediglich Planungsmittel von rund einer Million Euro vorgesehen. Die Sanierung des Zoo-Gesellschaftshauses, die ohnehin anstünde, koste 48 bis 52 Millionen Euro; auf den Einbau des Kinder- und Jugendtheaters entfielen dabei rund 13 bis 14 Millionen.

„Die CDU mag das Kinder- und Jugendtheater einfach nicht“, sagte Hartwig. Die Angriffe des CDU-Stadtkämmerers auf das Kinder- und Jugendtheater hätten schon vor der Corona-Krise eingesetzt. Sie halte dieses Vorgehen im Magistrat, der ein Kollegialgremium sei, „nicht für fair“. „Ich stelle auch nicht die Projekte, die der CDU besonders wichtig sind, sei es die Fashion Week oder die katholische Schule, zur Disposition“, sagte sie.

Im Januar trifft sich der Magistrat, um über die Sparvorschläge aus den Dezernaten zu beraten. Zwischen 100 und 150 Millionen Euro müsse die Stadt sparen, damit das Hessische Innenministerium den Haushalt 2021 genehmigen könne, sagte Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU). Er schlug vor, in der Kultur unter anderem auf das Kinder- und Jugendtheater im Zoo-Gesellschaftshaus zu verzichten. Das Theater ist auch kein Schwerpunkt im CDU-Wahlprogramm.

Im Januar werde sie im Magistrat vorschlagen, bei den Sach- und Personalmitteln zu sparen, sagte Hartwig. Ein Verzicht auf Neueinstellungen sei faktisch eine Kürzung. Insgesamt sei der von ihr betreute Kultursektor relativ gut durch die Krise gekommen. „Wir haben sehr gut gewirtschaftet.“ Die Mehrkosten lägen bei unter einer Million Euro. Der Frankfurter Zoo sei finanziell am härtesten betroffen gewesen, sagte sie. Er sei die publikumsstärkste kulturelle Einrichtung. Doch in diesem Jahr hätten Hunderttausende Gäste den Zoo nicht besuchen können.

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