1. Startseite
  2. Frankfurt

Frankfurt: Kultur im Pandemiemodus

Erstellt:

Von: Christoph Manus

Kommentare

Die Band René Moreno spielte beim Abschlusstag des Grüne-Soße-Festivals in der Frankfurter Innenstadt. Foto: Michael Schick
Die Band René Moreno spielte beim Abschlusstag des Grüne-Soße-Festivals in der Frankfurter Innenstadt. © Michael Schick

Das Grüne-Soße-Festival auf dem Roßmarkt endet mit einer gemischten Bilanz – auch wegen Corona. Dutzende Kräuterpaletten gehen nun an Kitas und Schulen.

Frankfurt am Main – Impf- oder Testnachweis? Luca-App? Zum Grüne-Soße-Festival auf dem Frankfurter Roßmarkt geht’s nur durch eine Einlasskontrolle. Drinnen gibt es deutlich mehr als das Frankfurter Traditionsgericht, das nicht eben traditionell auch etwa als Eis verspeist wird. Das Angebot reicht von veganen Burgern bis zu kenianischen Samosas. Eine Band spielt. Einige Dutzend Menschen hören zu, essen, trinken, ruhen sich vor der grünen „Klimawand“ – die aus mit Kräutern bepflanzten Europaletten besteht – vom Samstagmittagstrubel in der City aus.

Nach drei Wochen mit Konzerten, Kleinkunst, Kindertheater geht ein Grüne-Soße-Festival im Pandemiemodus zu Ende. Organisatorin Maja Wolff zieht eine zwiespältige Bilanz. Die Einlassbeschränkungen mit ihrer abschreckenden Wirkung hätten viel Publikum und viel Geld gekostet, sagt sie am Samstag im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. Alles sei diesmal viel komplizierter gewesen. „Man braucht das Dreifache an Kraft.“ Mit offenem Zugang hätte das Festival zudem eine ganz andere Strahlkraft gehabt, sagt sie.

Frankfurt und Corona: Künstlerinnen und Künstler glücklich überhaupt auftreten zu können

Gleichzeitig berichtet Wolff von der Dankbarkeit der Künstlerinnen und Künstler, endlich wieder auftreten zu können, und der großen Freude des Publikums, wieder live Kultur zu erleben. Ganz toll sei etwa das Kindertheater gelaufen.

Die Kräuter-Paletten aus der 45 Meter langen, vier Meter hohen Klimawand, die in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Schneider+Schumacher entstand, gehen an soziale Einrichtungen, etwa Kitas und Schulen. Allein die Mühlbergschule im Stadtteil Sachsenhausen erhalte mehr als 40, berichtet Wolff.

Grüne-Soße-Festival in Frankfurt – 72 „Klimameter“ an Unternehmen verkauft

Die Organisator:innen hatten etwa Unternehmen ermuntert, die insgesamt 108 „Klimameter“ für je 250 Euro zu kaufen, um ihr Gelände zu verschönern oder sie Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Für zwei Drittel habe man Käufer:innen gefunden, sagte Wolff.

Schon jetzt sind einige der Kräuterpaletten im Stadtbild zu sehen. Gut 20 von ihnen haben den Eingang zur Katharinenkirche nah des Festivals in ein grünes Portal verwandelt. (Christoph Manus)

Auch interessant

Kommentare