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ABG-Streit: Nun ist SPD-Chef Mike Josef gefragt.
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ABG-Streit: Nun ist SPD-Chef Mike Josef gefragt.

Wohnungspolitik

Kündigung durch ABG in Frankfurt: Mike Josef muss Lösung suchen

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Vier Kinder sollen aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden. Das ist rechtmäßig. Geboten ist es nicht. Gefragt ist nun Mike Josef. Ein Kommentar.

Wahrscheinlich ist es an der Zeit, dass jetzt alle Beteiligten an der Diskussion um das Schicksal der Familie Taouil einen Gang herunterschalten.

Zunächst: Die Stadt Frankfurt möchte nicht, dass die Familie obdachlos wird oder in einer Unterkunft landet, die für Menschen mit Kindern indiskutabel ist, wie zuletzt immer wieder zu hören war. Die Stadt werde der Familie Ersatzwohnungen anbieten, hat Planungdezernent Mike Josef gesagt. Dieses Wort gilt. Ein erstes Angebot haben die Taouils offenbar abgelehnt. Sie werden dafür ihre Gründe haben.

Familie Taouil und die ABG muss man fragen, wieso die Familie eigentlich gehen soll

Auf der anderen Seite muss man fragen, wieso die Familie eigentlich gehen soll? Wieso sollen vier Kinder aus ihrer Umgebung gerissen werden, obwohl die Wohnung offenbar in einem ordentlichen Zustand ist und die Miete bezahlt wird? Ja, die Kündigung ist rechtmäßig. Das ist ABG-Geschäftsführer Frank Junker, selbst ein renommierter Jurist, immer sehr wichtig. Unter seiner Leitung geschieht nur, was rechtlich zulässig ist.

Aber ist es auch geboten? Die Geschichte zwischen Familie Taouil und der ABG ist eine schwierige. Aber wem ist geholfen, wenn ein aufwendiger Umzug erfolgen muss und vier Kinder aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden? Niemand hat davon etwas.

Die ABG ist die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt. Sie wird immer auch Mietverhältnisse eingehen müssen, die schwierig sind. Ein sozialdemokratischer Wohnungsdezernent wie Mike Josef muss bei Problemen bessere Lösungen finden, als vier Kinder zum Umzug zu zwingen. (Georg Leppert)

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