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IAA in Frankfurt: VDA sollte Kritik aushalten

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Es ist beschämend, dass der VDA nicht die Kraft fand, den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zur Eröffnung der IAA sprechen zu lassen.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) und die Frankfurter Kommunalpolitik: Jahrzehntelang waren das Partner, zwischen die kein Blatt Papier passte. Nur in den 80er Jahren störte eine neue Partei diese innige Verbindung und die Feier des Autos. Sie hieß Die Grünen und forderte utopische Dinge: Ausbau des Radwegenetzes und autofreie Innenstadt.

Heute geraten die Grünen unter Druck durch neue, außerparlamentarische Bewegungen. Die Klimaschützer erreichen auch die Internationale Automobilausstellung (IAA) und sorgen dort für Verwerfungen. Und das ist gut so.

Es ist beschämend, dass der VDA nicht die Kraft fand, den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zur Eröffnung der IAA sprechen zu lassen. Natürlich wussten die VDA-Verantwortlichen, dass da kritische Töne zu erwarten gewesen wären. Die muss man aushalten und darf sie nicht wegschieben.

Die IAA hat nur noch dann eine Existenzberechtigung, wenn sie sich ernsthaft öffnet hin zur Mobilität jenseits des Autos. Wenn sie als Messe vorangeht bei der Verkehrswende. Eine solche IAA könnte ein Schmuckstück für Frankfurt sein.

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