Frankfurt

Kritik an steigenden Friedhofsgebühren in Frankfurt

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Linke im Römer lehnt Erhöhung ab.

Die Linke im Römer kritisiert die geplante Erhöhung der Friedhofsgebühren als unsozial und ungerechtfertigt. Die Fraktion werde die vom Magistrat beschlossene Satzung, mit der sich nun das Stadtparlament befasst, ablehnen, sagt Michael Müller, der finanzpolitische Sprecher der Linken im Römer. Er spricht von einer „Preisexplosion auf dem Rücken Hinterbliebener“. Und weist darauf hin, dass die Gebühren erst 2018 gestiegen sind.

Der Magistrat lasse erneut jegliche Sensibilität für die soziale Realität in dieser Stadt vermissen, sagt Müller. Und kritisiert etwa, dass die Preise für die Trauerhallennutzung steigen sollen. Dabei müsse eine angemessene Form des Abschieds und der Trauer für alle möglich sein.

Die Friedhofsgebühren reichen seit Jahren nicht aus, um die Kosten zu decken. Für das vergangene Jahr geht die Stadt von einem Defizit von bis zu 2,4 Millionen Euro aus. Die Linke wirbt dafür, den Betrieb der Friedhöfe in einem noch größerem Umfang aus Haushaltsmitteln statt Gebühren zu bestreiten. Allein mit diesen seien die Friedhöfe schon wegen der rückläufigen Bestattungszahlen und der Zunahme alternativer Bestattungsarten ohnehin nicht zu finanzieren. 

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