Räumung des Audimax

Kritik an Ausschluss der Presse

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Journalisten durften bei der Räumung des Audimax’ an der Fachhochschule nicht dabei sein.

Nach der Diskussion zur Europawahl an der Fachhochschule gibt es in den sozialen Medien Diskussionen über den Umgang mit Pressevertretern. So warfen auf Twitter mehrere Nutzer der Polizei vor, sie habe Journalisten nicht ins Audimax gelassen, als dieses am Nachmittag vor der Debatte geräumt wurde. Die Polizei wies darauf hin, sie habe nur das Hausrecht der Fachhochschule durchgesetzt. Tatsächlich hatte eine Sprecherin der Einrichtung der FR erklärt, die Hochschulleitung übe ihr Hausrecht auch gegenüber Journalisten aus und lasse sie nicht ins Gebäude.

16 Studierende hatten am Freitagvormittag das Audimax der Hochschule am Nibelungenplatz besetzt. Sie wollten verhindern, dass AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen am Abend an der Diskussion zur Europawahl in dem Gebäude teilnimmt. Hochschulpräsident Frank E. P. Dievernich appellierte an die Besetzer, das Audimax freiwillig zu verlassen.

Als sie das nicht taten, stellte er Strafantrag gegen die Studierende. Die Polizei, die mit einem Großaufgebot zum Campus gekommen war, räumte daraufhin den Saal. Dabei sollen die Beamten nach Schilderungen von Besetzern gewaltsam vorgegangen sein.

In der Begrüßung am Abend hatte Dievernich die Einladung Meuthens mit Verweis auf die Meinungsvielfalt gerechtfertigt, gleichzeitig aber ein klares Statement gegen Rassismus und Nationalismus abgegeben. Die Diskussion selbst verlief dann sachlich und ohne größere Störungen durch Demonstranten.

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