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Kritik an Glascontainer

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Von: Judith Dietermann

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Vlatka Schäfer (v. l.), Manfred Höfken und Friedrich Hesse wollen den Container weg haben. Rüffer
Vlatka Schäfer (v. l.), Manfred Höfken und Friedrich Hesse wollen den Container weg haben. Rüffer © Rüffer

Blumenladeninhaberin Vlatka Schäfer erhält Unterstützung aus dem Ortsbeirat. Sie möchte, dass der Container für Glas vor ihrem Laden verschwindet.

Da können Vlatka Schäfer, Inhaberin von „Blumen Dornröschen“, Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU) und Manfred Höfken (SPD) noch so viel Kraft aufwenden: Der Altglas-Container an der Ecke Eschersheimer Landstraße/ Carl-Goerdeler-Straße bewegt sich keinen Millimeter. Obwohl er leer ist. Was selten ist. „Normalerweise quillt er über, Flaschen und Gläser werden dann auf dem Gehweg abgestellt. Bis vor mein Schaufenster“, schimpft Schäfer und hat deswegen nur ein Ziel: Der Container muss weg. Besser heute als morgen, sagt sie.

Unterstützung bekommt sie vom Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim). Der hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend mehrheitlich – mit Enthaltung der Grünen – einen gemeinsamen Antrag von CDU und SPD verabschiedet, in dem gefordert wird, den Container zu entfernen.

„Es gibt im Umkreis von 200 Metern drei Altglascontainer. Dieser ist nicht nötig. Das betrifft auch den daneben stehenden Kleidercontainer. Davon haben wir genug im Stadtteil“, sagte Hesse, der sich seit Jahren mit verschiedensten Containern am Dornbusch beschäftigt. Angela Rühle, Fraktionsvorsitzende der Grünen, verstand die Notwendigkeit des Antrages indes nicht. „Der Container steht offensichtlich an einer sehr guten Stelle hinter dem Blumenladen. Irgendwo müssen die Menschen doch ihr Glas entsorgen“, sagte sie. Sven-Erik Holm (FDP) merkte an, dass es ein sinnvoller Effekt wäre, einen zweiten daneben zu stellen. „Das ist die logische Konsequenz, wenn er immer überfüllt ist. Anscheinend ist die Stelle goldrichtig“, meinte er. Für Vlatka Schäfer wäre ein zweiter Container „ein echtes Horrorszenario“ Dann werde es och schlimmer. Das sieht auch Manfred Höfken (SPD) so.

FES-Sprecher Stefan Röttele erklärt, dass es im April und Mai bei dem von der FES beauftragten Recycling-Unternehmen Remondis zu Personal- und Fahrzeugausfällen kam. Daher seien viele Container überfüllt gewesen. Den Container hinter dem Blumenladen zu entfernen sieht er kritisch, weil er gut angenommen werde. Daher solle erst geprüft werden, ob man ihn versetzen kann. „Naheliegernder ist aber die Erhöhung des Leerungsintervalls von zweiwöchentlich auf wöchentlich. Was Remondis auch zugesagt hat“, so Röttele.

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