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Kreislaufsystem für Essen und Trinken

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Von: Thomas Stillbauer

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Geht doch: Essen mitnehmen, Behälter zurückbringen.
Geht doch: Essen mitnehmen, Behälter zurückbringen. © Imago/Hans-Jürgen Serwe

Fragen und Antworten zur seit Jahresbeginn geltenden Mehrwegangebotspflicht.

Was hat sich geändert?

Seit Jahresbeginn 2023 sind Betriebe mit mehr als 80 Quadratmetern Fläche und mehr als fünf Mitarbeiter:innen gesetzlich verpflichtet, auch Mehrwegverpackungen für Speisen und Getränke anzubieten. Die Mehrwegvariante darf nicht teurer sein als Einweg. Die Geschäftsleute dürfen aber ein Pfand verlangen.

Welche Ausnahmen gibt es?

Imbisse, Wasserhäuschen, kleine Läden sind nicht verpflichtet, von sich aus Mehrweg bereitzuhalten, es sei denn, sie gehören zu großen Geschäftsketten. Sie müssen aber der Kundschaft erlauben, eigene Behälter mitzubringen und füllen zu lassen.

Was ist der Hintergrund?

Fast 19 Millionen Tonnen Verpackungsmüll fielen beispielsweise 2019 in Deutschland laut Umweltbundesamt an – und die Zahl stieg in den Coronajahren noch einmal beträchtlich. Weltweit sind Kunststoffverpackungen ein riesengroßes Problem. Auf den Weltmeeren sind Inseln aus Plastikmüll entstanden, Mikroplastik findet sich in Lebewesen, auch in menschlichen Körperzellen. Ein Umsteuern tut not. Nur Mehrweg kann die Flut von Verpackungsmüll stoppen.

Was tut Frankfurt?

Seit 2019 gibt es den wiederverwendbaren Mainbecher aus Recyclingmaterial für Getränke, seit dem vorigen Jahr auch das digitale Mehrwegsystem Vytal, das Lieferdienste für Essen und Getränke einschließt. Die Beteiligung der Bevölkerung und der Gastronomie stieg sprunghaft an, seit klar war, dass 2023 Mehrweg angeboten werden muss. Inzwischen beteiligen sich 324 Betriebe in der Stadt an dem System.

Wie kann man mitmachen?

Das Verfahren ist auf der Internetseite mainmehrweg.de erklärt. Die Benutzerinnen und Benutzer registrieren sich und erhalten dann beispielsweise ihre Bestellung bei einem Online-Lieferdienst in Mehrwegbehältnissen. Bei der nächsten Bestellung können sie die Verpackung wieder zurückgeben oder zwischenzeitlich bei einem anderen teilnehmenden Betrieb hinterlassen. Per QR-Code registriert das System, welches Geschirr sich gerade wo befindet.

Zusammengestellt von Thomas Stillbauer

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