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Römerbriefe

Kreative Wahlzettel

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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  • Georg Leppert
    Georg Leppert
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Wie unsere Kommunalpolitiker:innen sich künstlerisch ausleben können.

Leppert: Ich schaue mir dann mal ein Selbstporträt Beckmanns im Alaior Art Contemporani an.

Busch: Und ich mir Rembrandts Nachtwache im Rijksmuseum.

Leppert: Hättest es auch spannender machen können. Bei dir wissen alle sofort, wo du bist.

Busch: Dann hätten wir wohl besser über Schnitzel im Urlaub reden sollen.

Es sind mal wieder Ferien, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Und wir sind weg. Doch für die Kunst unterbrechen wir auch gerne mal unseren Urlaub. Denn schließlich hat sich künstlerisch einiges ereignet in den vergangenen Tagen in Frankfurt. Kunst und Politik haben sich dabei, sagen wir mal, innig vereint. Vielleicht haben Sie es mitbekommen: Nackte Frauen haben sich auf Wahlzetteln gewälzt. Sie erinnern sich sicher an die Wahlzettel der Kommunalwahl. Genau, diese riesigen Papiertapeten, die man gar nicht richtig in der Wahlkabine ausgebreitet bekam. Und auf solchen Wahlzetteln zur Frankfurter Kommunalwahl haben sich nun Frauen für die Kunst gewälzt. Mit Farbe. Zu Musik. Es war eine Performance zur Eröffnung der Ausstellung „Werde Demokrativ!“ im Kunstverein Familie Montez. Dort hängen gerade ganz viele bemalte Wahlzettel. Der Künstler Georg Joachim Schmitt hat hunderte davon in den vergangenen Jahren von Jugendlichen bemalen lassen und es sind Kunstwerke aus Wahlzetteln entstanden.

Eine sehr gute und inspirierende Idee, finden wir. Was nun die Jugendlichen auf die Wahlzettel gemalt haben, das können Sie sich noch bis Sonntag im Montez anschauen. Wir hätten da aber auch ein paar Ideen, wie unsere Kommunalpolitikerinnen und -politiker die Wahlzettel künstlerisch gestalten könnten:

Die Grünen malen einen Regenbogen in ganz vielen Farben. Dafür streichen sie Namen auf ihrer Liste jeweils in einer anderen Farbe durch. Namen von Leuten, die in der Politik alles möglich werden wollen. Im Magistrat, in den Dezernatsbüros, als Landtagsabgeordnete. Nur nicht Stadtverordnete.

Die Linken entwerfen ein grafisches Muster. Sie setzen die Kreuze auf dem Wahlzettel so, dass ein Schriftzug zu lesen ist: Rot-Rot-Grün tut Frankfurt gut. Allerdings landet bei der Anordnung kein einziges Kreuz bei den Linken selbst. Macht aber nichts, meinen die Linken. Hätte ja auch mit ein paar Stimmen mehr nicht geklappt, in die Stadtregierung zu kommen. Ist also alles eh egal.

Die CDU lebt sich künstlerisch ganz anders aus. Sie zerreißt den Wahlzettel in kleine Stücke und klebt ihn völlig neu zusammen. Zur Wahl stehen nun auf der CDU-Liste Herr Erneuerung, Frau Jung, Herr Ernsthaft-Erneuerung, Frau Einfluss. Herr Wirklich-Erneuerung. Und zwar genau in dieser Reihenfolge.

Bei der SPD dürfen die Jusos ran und machen sich an ein zweifarbiges Bild auf dem Wahlzettel. In Rot und Grau. Sie streichen mit einem roten Pinsel alle Kandidatinnen und Kandidaten unter 40 an. Die Mitglieder des Fraktionsvorstands werden mit einen grauen (Panther-)Stift markiert. Es gibt keine Überschneidungen.

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