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Krankheitsausfälle haben sich wegen Corona verfünffacht

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Von: Steven Micksch

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Wenn der Test positiv ist, wird es wohl auch nichts mit der Arbeit.
Wenn der Test positiv ist, wird es wohl auch nichts mit der Arbeit. Renate Hoyer © Renate Hoyer

DAK wertet im Gesundheitsreport Krankheitstage und deren Ursachen aus.

Im ersten Halbjahr 2022 hatten Erwerbstätige in Frankfurt bedeutend mehr Fehltage als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK hervor. Demnach lag der Krankenstand in der Stadt bei 3,7 Prozent und damit fast um ein Drittel über dem Niveau des ersten Halbjahrs 2021. Das bedeutet, dass an jedem Tag bis Ende Juni durchschnittlich 37 von 1000 DAK-versicherten Beschäftigten krankgeschrieben waren. Betrachte man die einzelnen Monate näher, zeige sich, dass es im Februar im Vergleich zum Vorjahr den größten Anstieg gab (plus 68 Prozent).

Verantwortlich für den Anstieg der Fehltage in Frankfurt am Main seien vor allem Erkältungen gewesen. Bis Ende Juni kamen in Frankfurt auf 100 DAK-Versicherte insgesamt 114 Fehltage aufgrund von Atemwegsproblemen – deutlich mehr als im gleichen Zeitraum 2021 (48 Tage).

„Parallel zu den Lockerungen der Pandemieschutzmaßnahmen im März 2022 konnte sich eine ausgeprägte Erkältungswelle entwickeln. Sie wurde dazu noch von der hochansteckenden Omikron-Variante begleitet“, ordnet Gregor Reitz, von der DAK-Gesundheit in Frankfurt die Ergebnisse ein.

Apropos Corona: Die Fehltage aufgrund des Virus seien um das Fünffache gestiegen. Statistisch gesehen kamen auf 100 DAK-Versicherte 63 Corona-Fehltage, 49 Tage mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die häufigsten Fehlzeiten gab es im ersten Halbjahr dieses Jahres aufgrund von Erkrankungen am Muskel-Skelett-System wie zum Beispiel Rückenleiden oder Bandscheibenschäden. Die Anzahl der Fehltage in diesem Bereich betrug 125 Tage je 100 Beschäftigte, ein Rückgang um neun Tage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. An zweiter Stelle kamen die Atemwegserkrankungen und an dritter die psychischen Erkrankungen, wie etwa Depressionen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren es in dieser Erkrankungsgruppe 109 Fehltage – sieben weniger als im Vorjahreszeitraum. „Der Rückgang bei den Fehltagen wegen psychischen Erkrankungen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass manche Menschen während der Corona-Krise über sehr lange Zeiträume krankgeschrieben sind.“

Die DAK-Gesundheit ist eine der größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Sie hat 379 651 Versicherte in ganz Hessen, davon rund 62 800 in Frankfurt.

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