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Kostenloses Krippenjahr in Frankfurt: Koalition muss Wort halten

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Von: Sandra Busch

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Für die Zweijährigen soll die Kita kostenlos werden.
Für die Zweijährigen soll die Kita kostenlos werden. © Michael Schick

Die Koalition muss beim kostenlosen letzten Krippenjahr nun liefern. Sonst passt das zu einer Koalition, die sich einen viel zu dicken Vertrag gegeben und bisher viel zu wenig umgesetzt hat.

Seit Monaten warten Eltern nun auf das kostenlose letzte Krippenjahr. Sie warten darauf, dass die Koalition einlöst, was sie in ihrem Vertrag versprochen hat: Ab dem 1. August 2022 müssen Eltern keine Entgelte mehr für die Betreuung von Zweijährigen zahlen. Aber auch jetzt ist es noch nicht soweit, Eltern müssen erst einmal weiter zahlen. Der Magistrat hat das kostenlose letzte Krippenjahr in seiner jüngsten Sitzung nicht beschlossen. Mal wieder.

Verständnisvoll werden Eltern da nicht drauf reagieren, einige setzen sicher auf die Entlastung ihrer Finanzen. Jeden Monat aufs Neue. Und es ist völlig unklar, wann die Entgelte entfallen werden. Ob sie überhaupt jemals entfallen werden. Denn es ist nicht so recht transparent, woran es genau hängt. Klar ist nur: Es geht um Geld – dabei muss schon 2021 beim Aufsetzen des Koalitionsvertrags klar gewesen sein, dass ein entgeltfreies Kitajahr etwas kosten wird. Und dass Frankfurt am Sparen nicht vorbeikommt. Dennoch war sich die Koalition bei dem Projekt einig und gab als Starttermin ein konkretes Datum an.

Nun muss die Koalition auch liefern. Die Eltern nicht mehr enttäuschen und ihr Wort halten. Denn sonst passt das zu einer Koalition, die sich einen viel zu dicken Vertrag gegeben hat und davon bisher viel zu wenig umgesetzt hat. Es wäre fair wenn Grüne, SPD, FDP und Volt zwei Jahre nach der Kommunalwahl ehrlich kommunizieren würden, welche ihrer vielen Vorhaben eine Chance auf Realisierung haben – und welche nicht.

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