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An der Diltheyschule in Wiesbaden gibt es bereits Gratis-Menstruationsartikel. Foto: Michael Schick
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An der Diltheyschule in Wiesbaden gibt es bereits Gratis-Menstruationsartikel.

Gesundheit

Schulen in Frankfurt - Kostenlose Tampons und Binden

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Koalition in Frankfurt bringt ein Pilotprojekt für Menstruationsartikel an Schulen und Grundschulen auf den Weg.

Frankfurt – An Frankfurter Schulen und Grundschulen sollen in den Toiletten künftig kostenlose Tampons und Binden bereitliegen. Einen gemeinsamen Antrag hat die Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt nun auf den Weg gebracht. Ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung steht noch aus.

Schulen, Grundschulen sowie Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit sollen angeschrieben werden, um sich am Projekt zu beteiligen. Die Pilotphase soll zunächst ein Jahr dauern. Danach sollen die Reaktionen von Schülerinnen und Lehrkräften ausgewertet werden. Die Schulen sollen Fragebögen erhalten.

Frankfurt: „Periodenarmut“ verhindern

Der Magistrat soll prüfen, ob die Bereitstellung von Tampons und Binden vom Land Hessen oder vom Bund gefördert werden kann. Außerdem soll der Magistrat auf das Land einwirken, Menstruationsartikel an Hochschulen bereit zu stellen. Beim Projekt soll sich der Magistrat an laufenden Projekten wie im Landkreis Gießen oder in Darmstadt orientieren. In den Toiletten soll Infomaterial zur Verwendung und Entsorgung der Produkte - analog zum Händewaschen - ausgehängt werden.

Zur Begründung heißt es, menstruierende Menschen könnten plötzlich in die Situation kommen, Hygieneartikel zu benötigen, etwa in der Pubertät. Scham könne die Folge sein. Die Kosten für Menstruationsartikel würden auf mehr als 200 Euro im Jahr geschätzt. Wer sich keine Menstruationsartikel leisten könne, verwende Toilettenpapier oder Stoffreste, was eine gesundheitliche Gefahr darstelle. Der „Periodenarmut“ will die Koalition mit dem Antrag entgegenwirken. Da Kinder vom Grundschulalter an menstruieren könnten, sei die Bereitstellung der Produkte schon in dieser Schulform erforderlich.

„Wir sind überzeugt, dass dieser Schritt einen wichtigen Beitrag zur Entstigmatisierung und Enttabuisierung der Periode leisten kann“, heißt es in dem gemeinsamen Antrag der Koalition im Römer. (Florian Leclerc)

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