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Corona-Krise

Koreanische Klänge für Impfpersonal

200 Beschäftigte des Impfzentrums Frankfurt und des Jugend- und Sozialamts sind zu einem exklusiven Konzert in der Alten Oper eingeladen. Das soll ihren Einsatz würdigen

Es ist eine ungewöhnliche Danksagung - und sie soll ein Zeichen der Verbundenheit senden: Das Generalkonsulat Korea bietet am morgigen Freitag, um 20 Uhr ein exklusives Konzert an, bei dem der Pianist Chi Ho Han und das „National Orchestra of Korea“ auftreten. Nur rund 100 freiwillige Helfer:innen aus dem Frankfurter Impfzentrum und 100 Beschäftigte des Jugend- und Sozialamts der Stadt Frankfurt wurden zu diesem Event eingeladen.

„Wir veranstalten dieses Konzert, um uns bei denjenigen zu bedanken, die an der Pandemiefront gekämpft haben“, erklärt Gyu Uk Ra, stellvertretender Generalkonsul, auf Anfrage der FR. „Sie haben mit ihrem Einsatz viele Leben gerettet und dazu beigetragen, dass der Pandemie nicht noch mehr Menschen zum Opfer gefallen sind.“ Mit dem Konzert wolle man die Eingeladenen für ein paar Stunden die Strapazen und Sorgen der vergangenen Monate vergessen lassen.

Obwohl das Konzert mit dem Titel „Klänge aus Korea“ beworben wird, werden allerdings zunächst Stücke von Frédéric Chopin zu hören sein: Die erste Hälfte des Abends gestaltet Chi Ho Han mit einer klassischen Auswahl an Solo-Klavierstücken. Der 29-jährige Pianist aus Seoul hat seine Ausbildung zum Teil in Hannover absolviert, wo er unter Arie Vardi studiert hat. Chi Ho Han spielt ein Programm aus Chopins Etüde, Walzer, Scherzo und Rondo, bevor im Anschluss das „National Orchestra of Korea“ auftritt.

Unter der künstlerischen Leitung von Kim Sung-jin verbinden mehr als sechzig Musiker:innen traditionelle Technik und zeitgenössische koreanische Musik. Das zeigt sich auch bei der Auswahl ihrer Instrumente.

Im „Daegeum“-Solo hört das Publikum die traditionelle Querflöte aus Bambus, deren Funktion im koreanischen Orchester etwa mit der einer Oboe in einem westlichen Orchester vergleichbar ist. Das Klangspektrum von tiefem Bass bis hin zu klaren Höhen und das spezielle Timbre der „Daegeum“ finden auch im zeitgenössischen Pop und in Filmmusik Verwendung.

Im Duett mit Cello kommt außerdem die „Gayageum“ zum Einsatz. Die klassische koreanische Zither mit beweglichen Stegen wird aus dem Holz des Blauglockenbaumes Paulownia gefertigt. Die Musiker:innen des „National Orchestra of Korea“ spielen größtenteils auf einer speziellen, 25-saitigen Variante der Zither.

Das Konsulat hofft, den Eingeladenen mit diesem ausgewählten Programm die koreanische Musik zwischen Tradition und Moderne näherzubringen

Da das Konzert den Helfer:innen aus dem Impfzentrum und des Mitarbeiter:innen des Jugend- und Sozialamts gewidmet wird, fällt die Abendkasse weg.

Von Lena Walbrunn

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