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Schülerinnen der Albert-Schweitzer-Schule singen zum Auftakt der Veranstaltung.

Kulturkonferenz

Kooperation bei Kunst in Frankfurt

Auf der Internationalen Konferenz zur kulturellen Bildung ziehen Experten Bilanz zur Bildungspolitik der Unesco.

Begleitet von musikalischen Darbietungen wurde am Montag die Internationale Konferenz zur kulturellen Bildung eröffnet. 150 Experten und Expertinnen aus 44 Ländern treffen in Frankfurt aufeinander, um über den Stand kultureller und künstlerischer Bildung auf der ganzen Welt zu diskutieren. Die Veranstaltung der WAAE, der Weltallianz für künstlerische Bildung, findet regelmäßig seit 2006 in unterschiedlichen Ländern statt, um die Entwicklung von kultureller Bildung in Form von Musik-, Kunst-, Drama- und Tanzunterricht zu untersuchen.

Zur Eröffnung der Konferenz sangen zwei Schülerinnen der Albert-Schweitzer-Schule. Die Schule in Offenbach ist eine von drei Schulen in der Rhein-Main Region, die eine Partnerschaft mit der Unesco haben. In einem kurzen Film wurden die zahlreichen Projekte des Schulchors vorgestellt.

Musiklehrerin Andrea zu Löwenstein zeigt sich begeistert von der Veranstaltung. Sie erlebe tagtäglich, was Musikunterricht bei ihren Schülern bewirkt. Mit viel Liebe zum Detail arbeite sie mit ihren Schülern an selbst geschriebenen Musikstücken. Es sei schön, wenn das Thema Musikunterricht internationale Aufmerksamkeit erhalte.

In Frankfurt soll die Arbeit der Unesco im Bereich kulturelle Bildung einer kritischen Betrachtung durch die anwesenden Experten unterzogen werden. In der Seoul-Agenda von 2010 hat sich die Unesco zu konkreten Maßnahmen zur Förderung von kultureller Bildung verschrieben.

Laut Robin Pascoe, Vorsitzender der WAAE, ist es das Ziel der Organisation, den Zugang zu Kunst- und Kulturbildung für alle Menschen flächendeckend zu ermöglichen. Dies könne nur über die Kooperation mit Schulen auf der ganzen Welt erreicht werden. „Kunstunterricht egal welcher Art hilft Menschen, ihre Ängste zu überwinden, sich frei zu entfalten und auch freier zu denken. Wenn man solchen Unterricht einschränkt, schränkt man auch die Menschen ein“, meint Pascoe. Dazu sei es notwendig, über die bisherigen Errungenschaften Bilanz zu ziehen und zukünftige Strategien zu erarbeiten. Zum Abschluss der Konferenz soll in der „Frankfurter Deklaration zur kulturellen Bildung“ ein Fünfjahresplan mit vorgeschlagenen Maßnahmen festgehalten werden.

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