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Vor einem Bekleidungsgeschäft auf der Frankfurter Zeil hat sich eine kleine Schlange gebildet.
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Vor einem Bekleidungsgeschäft auf der Frankfurter Zeil hat sich eine kleine Schlange gebildet.

Corona

Kontrollierte Weihnachtseinkäufe in Frankfurt

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Die gesetzlichen Vorgaben werden auf der Frankfurter Zeil klaglos eingehalten, weil ohnehin nicht viel los ist. 2G-Kontrollen sind für Geschäfte aber personalintensiv.

Überwiegend entspannt haben die Menschen in der Frankfurter Innenstadt die erneute Verschärfung der Corona-Maßnahmen aufgenommen. Auf der Einkaufsmeile Zeil und den angrenzenden Straßen gilt seit Samstag wieder eine Maskenpflicht auch außerhalb der Geschäfte. Zwei Stadtpolizisten, die am frühen Nachmittag auf der Zeil unterwegs sind, müssen Passanten immer wieder an die Maskenpflicht erinnern. Ausnahmslos alle Ermahnten zücken daraufhin sofort ohne Widerrede ihre Schutzmasken.

Einige der Passanten haben es offenbar vergessen, andere schlicht nicht gewusst, wie erstaunte Nachfragen offenbaren. Auf die Unkenntnis angesprochen, antwortet einer der Stadtpolizisten Erstaunliches: „Ich bin eher überrascht, wie viele Menschen die Maske schon aufhaben.“ Schließlich sei es der erste Tag, an dem die verschärften Maßnahmen wieder gelten. Negativ überrascht ist der Stadtpolizist eher davon, dass auf dem Weihnachtsmarkt noch immer so viele Menschen ohne Maske rumlaufen, obwohl die Vorgabe dort seit Beginn des Weihnachtsmarktes besteht.

Eine gewisse Unsicherheit herrscht am Samstag auch bezüglich der 2G-Regelung (geimpft, genesen) beim Einlass in Geschäfte. In der großen Buchhandlung Hugendubel erfolgen am Einlass keine Kontrollen. Darauf angesprochen, offenbart ein junger Mitarbeiter des Hauses seine Unkenntnis: „Ich weiß auch nicht, warum wir nicht kontrollieren.“ Ein erfahrener Mitarbeiter am Info-Counter weiß mehr: „Wir sind seit dem zweiten Lockdown mit Lebensmittelgeschäften gleichgestellt und gehören zum täglichen Bedarf.“ Täglicher Bedarf, das hören Bücherwürmer gerne.

Mit Lautsprecherdurchsagen wird auf der Zeil auf die Maskenpflicht hingewiesen.

Für die meisten Geschäfte in der Innenstadt gilt aber eine Kontrollpflicht, die bei den Stichproben der FR auch ausnahmslos eingehalten wurde. Schlangen vor den Läden reichen meist schon als Beleg für die Einhaltung der Kontrollen. In vielen Fällen nutzen Bedienstete am Eingang auch die sogenannte „Covpass-App“, um die meist auf Smartphones präsentierten Impf-Zertifikate auch auf ihre Echtheit zu überprüfen. Bei manchen Geschäften müssen die Kundinnen und Kunden auch einen Ausweis präsentieren, um hineingelassen zu werden. Trotz der Kontrollen gibt es keine ausufernden Schlangen. Das könnte damit zusammenhängen, dass am vorletzten Samstag vor Weihnachten erstaunlich wenig los ist. Mitten auf der Zeil steht ein Gepäckbus der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Die beiden VGF-Mitarbeiter haben aber wenig zu tun, der Service, seine Einkäufe hier zwischenzeitlich zu deponieren, um etwa noch entspannt auf den Weihnachtsmarkt gehen zu können, wird kaum genutzt.

„Vergangenes Wochenende war mehr los“, sagt einer der Mitarbeiter auf Nachfrage. Auf der Zeil ist an diesem Samstag viel Platz, der Fahrer eines Polizeiautos, aus dem Lautsprecherdurchsagen ertönen, die auf die Maskenpflicht hinweisen, hat keine Probleme, sein Fahrzeug über die Zeil zu manövrieren. Warum so wenig los ist, können sich die VGF-Mitarbeiter nicht erklären. Möglicherweise scheuten die Menschen den vermeintlichen Rummel auf der Zeil an einem Samstag angesichts der vergleichsweise hohen Inzidenzen. Der am Nachmittag einsetzende Regen dürfte auch nicht zur Belebung beigetragen haben.

Bei Schmuddelwetter ist es in der Einkaufsgalerie My Zeil am schönsten. Dort kontrolliert ein Sicherheitsmitarbeiter am Eingang die Maskenpflicht. Die 2G-Kontrollen erfolgen vor den jeweiligen Geschäften selbst. Vor einem Bekleidungsgeschäft hat sich eine kleine Schlange gebildet, die nicht auf die 2G-Kontrollen zurückzuführen ist. Vor dem Geschäft müssen Menschen warten, bis wieder einer rauskommt. Stimmt, da war ja mal was, eine Deckelung der Kundschaft nach Quadratmeterzahl? Nein, eine solche gesetzliche Vorgabe gebe es aktuell nicht, klärt ein Mitarbeiter auf, die Maßnahme sei eher „der aktuellen Situation geschuldet“.

Obwohl nicht viel los ist, sind die 2G-Kontrollen auf der Zeil doch personalintensiv. Vor dem Peek & Cloppenburg sind zeitweise fünf Angestellte gleichzeitig damit beschäftigt, die zwei Schlangen am Eingang zu kontrollieren. Ein Kostenfaktor, der im ohnehin mauen Weihnachtsgeschäft zusätzlich ins Gewicht fallen dürfte.

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