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Ein Polizist filmt zwei Radfahrerinnen, die bei Rot die Ampel passieren. . Foto: Renate Hoyer.
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Ein Polizist filmt zwei Radfahrerinnen, die bei Rot die Ampel passieren. .

Verkehr

Kontrollen des Straßenverkehrs in ganz Frankfurt.

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Die Polizei kontrolliert am„Tag der Verkehrssicherheit“ am 25 Stellen in der Stadt. Viele Rotlichtverstöße mit Fahrrad im Westend.

Die Frau mit Hund schaut nach rechts zur wartenden Straßenbahn, dann will sie die Gleise überqueren. Hauptkommissar Andreas Wünsche hält sie zurück und weist auf die Straßenbahn hin, die gerade von links kommt. „Ich habe mich zu sehr auf die haltende Straßenbahn rechts konzentriert und wie lange die wohl noch steht“, gesteht die erschrockene Frau. Dann erzählt die Anwohnerin der Straßenbahnhaltestelle Louisa von dem tödlichen Unfall im August 2018, als eine junge Frau abgelenkt war und mit ihrem Fahrrad direkt vor die nahende Straßenbahn fuhr.

Genau wegen dieses Unfalls hat die Frankfurter Polizei die Straßenbahnhaltestelle Louisa am Mittwoch zu einer von 25 Stationen bei ihrem neu ins Leben gerufenen „Tag der Verkehrssicherheit“ gemacht. Oberkommissarin Lisa Ulrich und ihre Kollegen verteilen Flyer an Fahrgäste und Passanten. „Uffbasse! Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr“ steht auf den Kärtchen. Viel zu tun gibt es an der Kontrollstelle nicht, die Haltestelle im Süden Sachsenhausens ist eher beschaulich. Doch genau das ist Teil des Problems, wie Oberkommissarin Ulrich von der Direktion Verkehrssicherheit betont: „Es gibt da eine gewisse Alltagsblindheit.“ Die Sinne sind nicht geschärft, weil man sich auskennt und nicht viel los ist. Kollege Wünsche, der direkt am Fußgängerüberweg steht, hat nicht viel zu tun, doch am Nachmittag bewahrt auch er einen Mann mit Hund davor, direkt vor die heranfahrende Straßenbahn zu treten.

Deutlich mehr los ist an der Kontrollstelle im Westend. Auf der Bockenheimer Landstraße, Ecke Palmengartenstraße, kontrolliert die Polizei Radfahrerinnen und Radfahrer, die bei Rot über die Ampel fahren. Dazu hat sich Carsten Kehr, der Leiter der Fahrradstaffel, hinter einer Bushaltestelle versteckt und filmt sie von dort mit einer Kamera. 150 Meter weiter werden die Gefilmten an einer Kontrollstelle herausgewunken. Ebenfalls vom Fahrrad absteigen muss, wer auf dem schönen breiten Gehweg an der Ladengalerie radelt.

Doch die Polizei hat mit den Rotlichtverstößen so viel zu tun, dass sie kaum dazu kommt, sich um die geringeren Vergehen zu kümmern. Zeitweise hören sich vier Personen gleichzeitig die Belehrungen an der Kontrollstation an. Das Vergehen ist richtig teuer. 60 Euro und ein Punkt in der Verkehrssünderdatei in Flensburg sind fällig. Wer die Ampel passiert, nachdem sie bereits eine Sekunde Rot zeigt, muss sogar 100 Euro berappen. Für einen jungen Mann, der herausgewunken wird, ist das Vergehen besonders bitter. Er hat noch einen Führerschein auf Probe und fürchtet, seine Fahrerlaubnis wieder abgeben zu müssen.

Zu den Kontrollen am Mittwoch gehören auch Geschwindigkeitsmessungen, Kontrollen im Bereich des gewerblichen Güterverkehrs, Abstandskontrollen sowie Ablenkungs- und Gurtkontrollen. Bis zum Nachmittag hat die Polizei 760 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten und neun Strafanzeigen aufgenommen. Die Kontrollen konnten aber nicht in vollem Umfang beendet werden, da viele Kräfte am Nachmittag für die Absperrung der Bombensprengung benötigt wurden.

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