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Viel gemeinsam gerungen und bewirkt: Gabriele Dehmer und Ulrich Schöttler.
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Viel gemeinsam gerungen und bewirkt: Gabriele Dehmer und Ulrich Schöttler.

Verabschiedung im Römer

Aus Konkurrenten wurden Partner

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Mit einer großen Feier wurden im Römer die langjährigen Amtsleiter Gabriele Dehmer und Ulrich Schöttler verabschiedet. Dabei wurden noch einmal die zahlreichen Verdienste der beiden gewürdigt.

Nach Jahrzehnten im Dienste der Stadt gehen die beiden Amtsleiter Gabriele Dehmer (Straßenbauamt) und Ulrich Schöttler (Straßenverkehrsamt) in den Ruhestand. Der Magistrat öffnete die Römerhallen für einen Abschied unter langjährigen Weggefährten. Zeit für Anekdoten und alte Geschichten.

Wie die von „Uli Ampelmännchen. So hatte der Boulevard den 2006 zum Amtsleiter gekürten Spezialisten für Lichtsignalanlagen getauft. „Danach hatte ich im Bekanntenkreis meinen Spitzennamen weg.“

Oder die, dass Schöttler und Dehmer zu Beginn nicht so gut miteinander konnten. „Wir waren zwei konkurrierende Amtsleiter“, fasste Schöttler im Dialogvortrag mit Dehmer zusammen. Ärger habe es gegeben, als Straßensperrungen zunächst genehmigt gewesen sei, Schöttler sie dann „aus volkswirtschaftlichen Gründen“ wieder entzog. Oder dass das Straßenverkehrsamt Sperrungen anordnete, das Straßenbauamt aber nicht mit der Arbeit hinterher kam.

„Da standen wir dann schlecht in der Presse da“, erinnerte sich Dehmer. „Wochenlang sprach sie kein Wort mehr mit mir“, so Schöttler. Nach vielen Gefechten hätten sie die beiden letztlich aber zusammengerauft. Dehmer: „Man glaubt es kaum, aber in der letzten sprechen wir unsere Projekte sogar miteinander ab.“

Osthafenbrücke als Schmuckstück

„Der Anfang ist das schwerste, danach läuft es dann meistens“, sagte der frühere Baudezernent Hanskarl Protzmann (SPD). Er hatte Dehmer 1992 ins Amt gehoben hatte, als erste weibliche Leiterin einer Straßenbaubehörde in Deutschland. Dehmer musste das von Korruption geschüttelte Amt wieder auf die Beine stellen. Als Schmuckstück ihrer Amtszeit habe sie die Osthafenbrücke hinterlassen, so Protzmann.

„Bei der Osthafenbrücke hat Dehmer sogar rund zehn Millionen Euro gespart, weil sie die Arbeiten ausgeschrieben hatte“, sagte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne), der weitere Leistungen der beiden benannte: Tempo 30 in verkehrsberuhigten Lagen, das Parken in Bewohnerzonen, die Bevorzugung von Bus und Bahn an der Ampel, das Radfahren gegen die Einbahnstraße.

Technischen Neuerungen gegenüber wie selbstaufstellende Schilder, heller oder Flüster-Asphalt seien die beiden immer aufgeschlossen gewesen, sagte Majer, der auch einen Schwank zum besten gab: Als Hanskarl Protzmann mit dem Dienstwagen unterwegs gewesen sei und in der Stadt an der Ampel gestanden habe, habe er bei Ulrich Schöttler angerufen und gefragt. „Warum dauert es denn hier so lange?“ Daraufhin Schöttler. „Tja, das ist die ÖPNV-Beschleunigung.“

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