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Sin des Radwege oder Autostraßen? Das ist eine der zentralen Zukunftsfragen in der Stadt.
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Sin des Radwege oder Autostraßen? Das ist eine der zentralen Zukunftsfragen in der Stadt.

Wahlprüfstein: Verkehr

Kommunalwahl in Frankfurt: Was die Parteien beim Thema Mobilität wollen

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Bei der Kommunalwahl in Frankfurt am 14. März machen die Parteien den Wählerinnen und Wählern unterschiedliche Angebote beim Thema Mobilität.

Die Frankfurter Parteien haben sehr unterschiedliche Vorschläge, wie die Stadt eine Mobilitätswende umsetzen kann. Ein Überblick über die Programme zur Kommunalwahl.

Kommunalwahl Frankfurt: CDU-Positionen zur Verkehrspolitik

Die Frankfurter CDU setzt für eine Verkehrspolitik ein, die alle Verkehrsteilnehmer:innen gleichermaßen berücksichtigt. Eine Priorität für Autos oder Fahrräder soll es nicht geben, und auch keine allzu großen Einschränkungen für Autos wie die Sperrung des Mainkais. Radfahrende sollen über Nebenstraßen statt Hauptstraßen fahren. Den Wirtschaftsverkehr will die CDU fördern. Die IHK soll an der Fortschreibung des Generalverkehrsplans mitwirken.

Den Nahverkehr will die CDU weiter ausbauen, ein 365-Euro-Ticket für alle lehnt sie aus Kostengründen ab.

Beim Frankfurter Flughafen soll der Lärm durch leisere Flugzeuge geringer werden. Der Flughafen soll nach Helmut Kohl benannt werden.

Kommunalwahl Frankfurt: SPD-Positionen zur Verkehrspolitik

Die Sozialdemokraten in Frankfurt wollen weniger Autos in der Innenstadt.In der nächsten Wahlperiode soll der Autoverkehr in der Innenstadt um ein Drittel abnehmen. Langfristig ist die autofreie Innenstadt das Ziel.

Konkret will die SPD den Mainkai wieder sperren und weniger Autoverkehr in den Nebenstraßen der Zeil, am Großer Hirschgraben, in der Weißadlergasse und der Töngesgasse. Der Autoknoten rund um das Eschenheimer Tor soll rückgebaut werden.

Im Nahverkehr setzt sich die SPD für das 365-Euro-Ticket ein. In der kommenden Wahlperiode soll ein kostenlosen Schülerticket eingeführt werden. Der ÖPNV und das Radnetz sollen weiter ausgebaut werden.

Videogespräch zur Verkehrspolitik

Kommunalwahl Frankfurt: Linke-Positionen zur Verkehrspolitik

Die Linke setzt sich für eine sozial-ökologische Verkehrswende ein. Dabei soll die Politik von den Schwächsten her denken, erst Fußgänger:innen, dann Radverkehr, ÖPNV, zuletzt motorisierter Individualverkehr. Für Fußgänger:innen soll es eine Ansprechperson in der Verwaltung geben.

Den Autoverkehr will die LInke der Innenstadt zurückdrängen. Gleichzeitig soll der Anteil an Mobilität zu Fuß, mit dem Rad, dem Bus oder der Bahn steigen. Für mobilitätseingeschränkte Menschen will die Linke mehr tun.

Im Nahverkehr setzt sich die Linke für einen Nulltarif ein. Fahrten sollen kostenlos sein. Zahlen sollen das die Steuerzahler:innen und die Unternehmen.

Beim Frankfurter Flughafen fordert die Linke ein achtstündiges Nachtflugverbot und die Schließung der Nordwest-Landebahn. Gegenüber dem Fernbahntunnel ist die Linke kritisch.

Kommunalwahl Frankfurt: Grüne-Positionen zur Verkehrspolitik

Die Grünen in Frankfurt machen sich für eine Verkehrswende stark. Fuß-, Rad- und öffentlichen Verkehr sollen ausgebaut werden, der motorisierte Individualverkehr soll abnehmen.

In der Innenstadt und in Sachsenhausen wollen die Grünen ihr Konzept „Stadt am Main“ umsetzen, mit mehr Platz für Fußgänger:innen, Radfahrende Einzelhandel, Gastronomie, Kultur.

Um den Ausbau des Nahverkehrs zu finanzieren, wollen die Grünen eine City-Maut prüfen. Das 365-Euro-Ticket für Landesbedienstete in Hessen soll weiteren Bevölkerungsgruppen zugänglich gemacht werden, zunächst Schüler:innen und Senior:innen.

Beim Frankfurter Flughafen setzen sich die Grünen für ein Nachtflugverbot von 22 bis 7 Uhr ein.

Kommunalwahl Frankfurt: FDP-Positionen zur Verkehrspolitik

Beim Autoverkehr will die FDP, dass die Haupteinfallstraßen voll für den motorisierten Individualverkehr nutzbar bleiben. Der Transitverkehr soll die Innenstadt umfahren. Der Autobahnring A5, A661 und A3 soll ausgebaut werden. Die Sperrung des Mainkais lehnt die FDP ab.

Um mehr Parkplätze zu schaffen, will die FDP Grundstückseigentümer motivieren, Parkraum auf versiegelten Flächen zu schaffen, die rundum begrünt werden. Sensoren sollen zeigen, wenn Parkplätze frei ist.

Radwege sollen ausgebaut werden, allerdings in den Nebenstraßen, nicht auf den Hauptstraßen. Das Radfahrbüro soll seine Zuständigkeit um den Fußgängerverkehr erweitern. Den Wirtschaftsverkehr will die FDP fördern. Einen komplett kostenfreien ÖPNV lehnt die FDP aus Kostengründen ab.

Den Wahlprüfstein Verkehr: Wege zu einer Mobilitätswende finden Sie hier.

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