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Wahlkampf in Frankfurt trotz Corona-Lockdown auf der Berger Straße – immer mit Abstand und Maske.
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Wahlkampf in Frankfurt trotz Corona-Lockdown auf der Berger Straße – immer mit Abstand und Maske.

Wahlkampf auf der Straße

Kommunalwahl in Hessen im Corona-Lockdown: „Ein Wahlkampf wie kein anderer“

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
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Die Frankfurter Parteien suchen auch während des Corona-Lockdowns im Wahlkampf für die Kommunalwahl in Hessen das persönliche Gespräch auf der Straße.

  • Kommunalwahl in Hessen: Auch während des Corona-Lockdowns versuchen in Frankfurt viele Parteien, ihre Wähler:innen persönlich zu erreichen.
  • Der Wahlkampf in Hessen gestaltet sich wegen der Corona-Pandemie aber schwierig.
  • Kommunalwahl-News: Alle Neuigkeiten und Informationen zur Kommunalwahl in Hessen auf unserer Themenseite.

Frankfurt – Pandemie hin oder her – für Straßenwahlkampf war am Samstag ein denkbar schlechter Tag. Dauerregen und Eiseskälte machten es den Wahlkämpfer:innen nicht einfach. Wenn sie denn überhaupt auf der Straße waren. Die CDU habe sich bis Ende des Lockdowns dabei Zurückhaltung auferlegt, sagt etwa CDU-Chef Jan Schneider. Keine Infotische zur Kommunalwahl also in nächster Zeit auf der Straße.

Bei der SPD sieht das anders aus. Sie ist am Samstagmittag auf der Berger Straße Richtung Bornheim-Mitte präsent. „Es schmerzt schon, dass wir keine Haustürbesuche machen können“, sagt Arijana Neumann, stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins Bornheim. Wenigstens auf der Straße wolle man die Leute daher ansprechen.

Kommunalwahl in Hessen: Viele Menschen wollen mit der SPD über Corona reden

Einen Infostand gibt es aber nicht. In vier Zweierteams laufen die Genossinnen und Genossen über die Berger Straße, verteilen das Wahlprogramm der SPD-Bornheim, ihre Bilderbüchlein „Was macht eigentlich … die SPD-Fraktion im Römer?“ und die Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen lädt Passant:innen zu ihrer Mieter:innen-Sprechstunde ein. Die Teams tragen Plakate vor sich her, „als Eyecatcher“, sagt Neumann, „denn wir haben ja nicht wie sonst einen Stand mit rotem Schirm, den die Leute sehen“.

Und die Leute lassen sich auch ansprechen, wollen auch reden. Über Corona natürlich, aber in Bornheim auch über Mieten. Die Genoss:innen versprechen die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, aber auf der Straße „ist auch Zeit, mich als Kandidatin vorzustellen“, sagt Almuth Meyer, die für die Stadtverordnetenversammlung kandidiert. Klar, das kann auch im Internet nachgelesen werden. „Gerade den Älteren ist aber nicht genutzt, wenn ich sage: ‚Schauen Sie mal auf Facebook‘“.

Wahlkampf der Kommunalwahl in Hessen wegen Corona weniger kommunikativ

Doch so ein Pandemie-Wahlkampf auf der Straße ist dennoch weniger kommunikativ als sonst. „Wir können nicht so offensiv auf die Leute zugehen“, sagt Sabine Rosenthal, Mitglied im Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend). Alles muss coronakonform ablaufen. Abstände müssen eingehalten, Masken getragen werden. „Die Leute nehmen aber wahr, dass wir sehr vorsichtig agieren“, sagt Meyer. Manchmal müsste man allerdings die Gesprächspartner:innen an die Regeln erinnern. „Aber viele finden es gut, dass wir da sind und sagen: ‚Ihr seid die Einzigen, die sich die Mühe machen‘“.

Nicht ganz. Die Grünen in Seckbach haben am Samstag einen Wahlkampfstand vor dem Supermarkt. Ein Bild der Tristesse. Bei dem miesen Wetter will keiner was von Kommunalwahl wissen, das Infomaterial ist vom Regen durchweicht. Und auch die Linke ist am Samstag auf der Berger Straße anzutreffen. Sie setzt sich vorm Berger Kino, das geschlossen werden soll, dafür ein, dass es weiterhin kulturell genutzt wird. „Vielleicht als Mischnutzung“, sagt Volker Marx aus dem Ortsbeirat 4. „Wir wollen ein Meinungsbild einholen.“

Kommunalwahl in Hessen: Viele Frankfurter und Frankfurterinnen haben Angst vor Corona

Doch so ganz einfach ist das auf der Straße in Corona-Zeiten nicht. Es gibt einen Stehtisch, wegen des Wetters liegen aber keine Infomaterialien darauf. „Viele sind kurz angebunden“, sagt Marx. Auch Pearl Hahn, Mitglied im Ortsbeirat 4 und Stadtverordnete der Linken, ist aufgefallen, dass „viele Leute Angst haben und es nicht so einfach ist, ins Gespräch zu kommen“. Natürlich werden Masken getragen, natürlich wird auf Abstand geachtet. Und es gebe es auch durchaus Zuspruch. „Manche winken sogar aus dem Fenster zu.“ Es sei eben, sagt Hahn, „ein Wahlkampf wie kein anderer“. (Sandra Busch)

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