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Was wird aus den Städtischen Bühnen? Das ist eine Kernfrage der Frankfurter Kulturpolitik.
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Was wird aus den Städtischen Bühnen? Das ist eine Kernfrage der Frankfurter Kulturpolitik.

Wahlprüfstein Kultur

Kommunalwahl Frankfurt: Was die Parteien beim Thema Kultur wollen

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die großen Parteien in Frankfurt machen unterschiedliche Angebote an die Wählerinnen und Wähler in Sachen Kulturpolitik. Wir fassen die Kernpunkte zusammen.

Zur Kommunalwahl am 14. März stellt die FR Wahlprüfsteine zusammen, damit Wählerinnen und Wähler wissen, welche Positionen die verschiedenen Parteien vertreten. Hier die Forderungen der großen Parteien zur Kulturpolitik.

Kommunalwahl Frankfurt: Das fordert die CDU zum Thema Kultur

Die Frankfurter CDU will die etablierten Kultureinrichtungen weiter fördern. Dazu zählen der Zoo, die städtischen Museen und Theater sowie die freie Szene. Beim Neubau der Städtischen Bühnen bevorzugt die CDU eine Theaterdoppelanlage im Osthafen.

Die Sanierung der Paulskirche und der Neubau eines Hauses der Demokratie sind weitere Schwerpunkte. Das Kinder- und Jugendtheater im Zoo-Gesellschaftshaus spielt bei der CDU keine tragende Rolle.

Beim Kulturcampus fordert die CDU einen zusätzlichen Beitrag des Landes zu den Gebäudebetriebskosten des Zentrums der Kunst, sonst wäre dem Wohnungsbau der Vorzug zu geben.

Das Archiv der Firma Höchst soll von der Stadt angekauft werden, um an die Farbwerke zu erinnern. Für die städtischen Museen soll die Stadt ein Zentraldepot bauen. Die Kultur in den Stadtteilen soll gestärkt werden, das Nachtleben mehr Beachtung finden. Der Wäldchestag soll Feiertag werden. Das Klapperfeld und die Au will die CDU räumen lassen. Dem Club Voltaire will sie die Mittel streichen. fle

Video

Welche Rolle spielen Wohnen, Mobilität, Bildung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt in der Kommunalwahl in Frankfurt? Georg Leppert, Leiter des Römer-Teams der Frankfurter Rundschau, spricht über diese Themen mit den Expert:innen der FR. Aufzeichnungen dieser Gespräche werden mit den Wahlprüfsteinen im Internet veröffentlicht unter www.fr.de/wahlpruefsteine.

Kommunalwahl Frankfurt: Das fordert die SPD zum Thema Kultur

Den freien Eintritt für Kinder und Jugendliche aus Frankfurt in die Museen und den Zoo will die SPD verteidigen. Das Kultur- und Freizeitticket „Kufti“ soll um Theater erweitert werden.

Die Städtischen Bühnen sollen bei einem Neubau mit mindestens einer Sparte in der Innenstadt bleiben. Das Kinder- und Jugendtheater soll im Zoo-Gesellschaftshaus unterkommen. Der Zoo wird weiter modernisiert.

Gefördert werden die städtischen und nicht-städtischen Theater sowie die freie Szene und Kultur in den Stadtteilen. Museen und Theater sollen stärker als Räume für öffentliche Debatten genutzt werden. Kulturschaffende sollen besser verdienen. Es soll ausreichend günstige Ateliers geben. Den Kulturschaffenden, die durch die Corona-Krise Schaden genommen haben, soll finanziell geholfen werden.

Videogespräch zur Kulturpolitik

Museen sollen ihre digitalen Angebote weiterentwickeln. Einstige Orte des jüdischen Lebens sollen sichtbar werden. NS-Verbrechen sollen aufgearbeitet werden. Ein Denkmal für Gastarbeiter:innen ist geplant. fle

Kommunalwahl Frankfurt: Das fordern die Grünen zum Thema Kultur

Die Städtischen Bühnen sollen beim Neubau in der Innenstadt bleiben, unter Erhalt des Wolkenfoyers. Die Bühnen sollen mit Tanz wieder eine dritte einführen.

Auf dem Kulturcampus soll das Offene Haus der Kulturen und das Zentrum der Künste entstehen. Das Kinder- und Jugendtheater soll ins Zoo-Gesellschaftshaus ziehen. Die Stadt brauche einen Nachtbürgermeister.

Autonome Zentren wie Klapperfeld, Au und Café Exzess wollen die Grünen erhalten. Die freie Szene soll mehr Mittel bekommen, Kulturschaffende sollen besser verdienen.

Ein Kulturentwicklungsplan soll den Ausbau und die Förderung der Kultur in Frankfurt festlegen. Mehr Zwischennutzung für die Kulturszenen soll möglich sein.

Das Museum der Weltkulturen soll erweitert werden. NS-Verbrechen sollen sichtbar gemacht werden.

Film-Festivals werden unterstützt. Das Pupille bleibt ein nicht-kommerzielles Kino. fle

Das fordert die Linke zum Thema Kultur

Der Eintritt in Kultureinrichtungen soll preiswert und t<eils kostenlos sein. Karten, die bis zehn Minuten vor Beginn nicht verkauft wurden, sollen günstig an Jugendliche und Frankfurt-Pass-Inhaber:innen abgegeben werden.

Die Städtischen Bühnen sollen in zwei Hauser in der Innenstadt bleiben. Der Willy-Brandt-Platz soll nicht an Investoren verkauft werden. Das Kinder- und Jugendtheaters soll im Zoo- Gesellschaftshaus unterkommen.

Auf dem Kulturcampus soll ein Zentrum der Künste und das Offene Haus der Kulturen entstehen. Künstler:innen erhalten mehr günstige Atelier- und Proberäume. Die freie Szene soll mehr Mitte bekommen.

Die Stadt soll die Naxoshalle zum Theater für weitere freie Gruppen umbauen. Antifaschistische und emanzipatorische Kulturprojekte gehören gefördert. An NS-Verbrechen wird erinnert.

Die Kulturfinanzierung soll dauerhaft, nicht projektbezogen sein. Jedes Kind soll ein Musikinstrument lernen können. fle

Kommunalwahl Frankfurt: Das fordert die FDP zum Thema Kultur

Die Oper soll auf dem Gelände der Frankfurter Sparkasse neu gebaut werden, neben dem Hochhaus-Neubau der Sparkasse. Das Schauspiel soll am Willy-Brandt-Platz bleiben, der Platz wird umgestaltet.

Die Hofstraße wird zurückgebaut, der Verkehr direkt ans Mainufer gelenkt, das künftig nicht erneut für Autos gesperrt werden soll. Damit würden die Wallanlage ans Mainufer verlängert.

Das Kinder- und Jugendtheater wird als neue Sparte ins Schauspiel eingegliedert. Als Interim soll das Schauspiel auf den Kulturcampus ziehen. Dort soll die Stadt eine Spielstätte errichten, die danach für die freie Theaterszene und die Hochschule für Musik und darstellende Kunst zur Verfügung steht.

Für die freie Theaterszene soll es mehr Mittel und Beratung, etwa bei der Suche nach einer Spielstätte, geben. Die FDP will ein privates Musical-Haus in der Stadt ansiedeln.

An Theatern soll es Gebärdenübersetzung geben, für Blinde Tast-Reliefs mit Audio-Guide in Museen. fle

Die größten Aufgaben in der Frankfurter Kulturpolitik sind diese.

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