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Wahlabend zu dritt: Nils Kößler, Jan Schneider, Uwe Becker.
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Wahlabend zu dritt: Nils Kößler, Jan Schneider, Uwe Becker.

Kommunalwahl

Kommunalwahl in Frankfurt: CDU macht Maskenaffäre für Verluste verantwortlich

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Bei der Kommunalwahl in Frankfurt hat die Maskenaffäre von Löbel und Nüßlein hat die CDU Stimmen gekostet, meint der Frankfurter Parteichef Jan Schneider.

Frankfurt – Einen schwarzen Balken, der an dem grünen und dem roten Balken vorbeizieht. Das hätten sich die Christdemokrat:innen bei der Kommunalwahl in Frankfurt gewünscht.

Allein, so kam es nicht, der Balken der CDU lag zwischen den Grünen und der SPD. Die Christdemokrat:innen mussten deutliche Stimmenverluste gegenüber der Kommunalwahl 2016 hinnehmen. Wobei das alles nur ein Trend war: Bis zum späten Abend wurden lediglich die Stimmzettel mit Listenkreuzen ausgezählt, ab etwa 21 Uhr auch von der Briefwahl.

Kommunalwahl in Frankfurt: Viel die Rede von der CDU-Maskenaffäre

Eine solide Bewertung der Trendergebnisse wollten CDU-Kreisvorsitzende Jan Schneider, Fraktionschef Nils Kößler und Stadtkämmerer Uwe Becker am Wahlabend noch nicht vornehmen. Eine Wahlparty gab es auch nicht, nur ein Web-Meeting aus dem Römer. Die Auszählung der kumulierten und panaschierten Stimmzettel dauere sicherlich noch bis Mittwoch oder Donnerstag an, sagte Schneider. Er sprach von einem engagierten Wahlkampf, lobte die Helferinnen und Helfer, die den digitalen Wahlkampf, der nur zuletzt von einigen Infoständen ergänzt wurde, veranstaltet hatten.

Keine Wahlhilfe sei die Maskenaffäre um Nikolas Löbel und Georg Nüßlein gewesen, sagte Schneider. Beide hatten hohe Provisionen für die Vermittlung von Corona-Schutzmasken kassiert. Die Maskenaffäre habe sich wohl auch bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz niedergeschlagen, sagte er. Dort musste die CDU Verluste hinnehmen. Es sei anzunehmen, dass der Bundestrend sich auch auf Frankfurt auswirke und die CDU Stimmen gekostet habe.

Kommunalwahl in Frankfurt: CDU will erst die belastbaren Zwischenergebnisse bewerten

An den Infoständen, in den digitalen Foren sei immer wieder die Rede von den Masken gewesen. „Dabei haben wir mit Löbel und Nüßlein nichts zu tun“, betonte er. Für Nils Kößler, der als Spitzenkandidat seiner Partei in Frankfurt antrat, war die Wahl „eine Blackbox“, sagte er. Weil der Straßenwahlkampf, der Austausch mit den Wählerinnen und Wählern gefehlt habe, sei es kaum einzuschätzen gewesen, wie die Stimmung gewesen sei, und schwieriger noch, Schlüsse zu ziehen, wie einer schlechten Stimmung entgegenzuwirken wäre. Die CDU habe er indes als „geschlossene Truppe“ erlebt, sagte er.

Uwe Becker gab das Lob zurück. Kößler sei im Wahlkampf „fleißig und engagiert“ gewesen, in den verschiedenen Talkrunden „profund“ und rhetorisch versiert aufgetreten. An Kößler habe es also nicht gelegen, dass der schwarze Balken der Partei am Wahlabend zwischen dem grünen und dem roten Balken lag. Weil sie „keine Trendergebnisse“, sondern „belastbare Zwischenergebnisse“ bewerten wollten, verwiesen Schneider, Kößler und Becker auf das Treffen des CDU-Kreisvorstands heute Mittag um 12 Uhr. Danach wollen sie sich mit einer Bewertung an die Öffentlichkeit wenden. (Florian Leclerc)

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