Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Eine Mitarbeiterin sortiert in einem Wahlamt Umschläge mit Briefwahlunterlagen. Das Wahlamt in Frankfurt verzeichnet mehr als 150000 Anträge zur Briefwahl für die Kommunalwahl. (Archivbild/Symbolbild)
+
Das Wahlamt in Frankfurt verzeichnet mehr als 150000 Anträge zur Briefwahl für die Kommunalwahl. (Archivbild/Symbolbild)

Stimme per Post

Kommunalwahl in Frankfurt: Briefwahl-Rekord während der Corona-Pandemie

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
    schließen

Das Wahlamt in Frankfurt verzeichnet mehr als 150000 Anträge zur Briefwahl für die Kommunalwahl während der Corona-Pandemie. Ausgezählt werden die Stimmen bis Donnerstag.

Frankfurt – Es wird spannend in der nächsten Woche. Für die Wählerinnen und Wähler in Frankfurt und vor allem die Politiker:innen, die am 14. März auf Stimmen hoffen. Denn anders als bei Bundes- und Landtagswahlen, bei denen am Sonntag um 18 Uhr eine einigermaßen aussagekräftige Prognose veröffentlicht wird, kann sich bei dieser Wahl auch in den folgenden Tagen noch einiges verändern. Das liegt am Wahlsystem – und an der Corona-Pandemie.

Ausgezählt werden am Sonntagabend nämlich nur die sogenannten unveränderten Stimmzettel, wie der Frankfurter Wahlleiter Tarkan Akman am Mittwoch erklärt. Auf ihnen haben die Wähler:innen ein Listenkreuz gemacht und sonst nichts verändert. Sprich: Es wurden keine einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten unterstützt, und es wurde auch niemand von der Wahlliste gestrichen. Beides ist seit den Kommunalwahlen 2001 in Hessen möglich, das System nennt sich „Kumulieren und Panaschieren“ und ist auf der Rückseite der Stimmzettel erklärt.

Kommunalwahl Frankfurt: Briefwahl während Corona-Pandemie ist „explodiert“

Die Quote der Stimmzettel, bei denen mehr als ein Listenkreuz gesetzt wurde und die deshalb erst von Montag an in den städtischen Ämtern ausgezählt werden, dürfte diesmal höher liegen als vor fünf Jahren. Zum einen ist der Anteil der Wählerinnen und Wähler, die kumulieren oder panaschieren, seit 2001 stetig gestiegen. 2016 lag die Quote bereits bei 36,5 Prozent. Zum anderen gibt es bei der Briefwahl noch einmal mehr Menschen, die einzelne Kandidat:innen unterstützen, als im Wahllokal.

Und die Briefwahl ist diesmal „regelrecht explodiert“, wie Oliver Becker, der Leiter des Bürgeramts Statistik und Wahlen, berichtet. Mehr als 150 000 Anträge liegen vor, dreimal so viele wie noch 2016. Sollten alle, die Briefwahl beantragen, auch abstimmen, läge die Wahlbeteiligung jetzt schon bei knapp 30 Prozent – bevor überhaupt ein einziges Wahllokal öffnet. 2016 hatten 39 Prozent aller wahlberechtigten Frankfurterinnen und Frankfurter ihre Stimme abgegeben.

Die veränderten Stimmen dürften bis Donnerstag ausgezählt sein, sagt Stefan Köster, der Leiter der Geschäftsstelle Wahlen. Somit wird am Sonntagabend erst einmal nur ein „Trendergebnis“ vorliegen. Zweimal am Tag will die Stadt dann bis zum vorläufigen amtlichen Endergebnis aktuelle Zahlen veröffentlichen.

Briefwahl

Für die klassische Briefwahl wird die Zeit langsam knapp. Die Stadt rechnet für den Postweg jeweils zwei bis drei Tage ein. Insofern ist es nicht ratsam, sich die Briefwahlunterlagen jetzt noch per Post schicken zu lassen und dann zurückzusenden.

Gewählt werden kann bis Freitag um 13 Uhr in den Briefwahllokalen Lange Straße 24-26 sowie Dalbergstraße 14 (Höchst). Wegen der Hygienebedingungen sollten die Wählerinnen und Wähler vorher einen Termin vereinbaren: telefonisch (069 / 212 - 40 400) oder unter www.frankfurt.de/wahlen. geo

Wählen während der Corona-Pandemie: Hygienekonzepte zur Kommunalwahl in Frankfurt

In welcher Größenordnung Verschiebungen zu erwarten sind, darüber wollen Köster, Akman und Becker nicht spekulieren. 2016 traf es vor allem die AfD Hessen hart. Sie war im Trendergebnis auf 10,3 Prozent gekommen. Nachdem auch alle Einzelstimmen ausgezählt waren, stand sie bei 8,9 Prozent. Die Veränderungen bei den übrigen Parteien lagen bei weniger als einem Prozentpunkt – was aber durchaus einen Sitz Unterschied im Stadtparlament ausmachen kann.

Derweil laufen in den 376 Wahllokalen letzte Vorbereitungen für Sonntag. Die Hygienekonzepte seien mit dem Gesundheitsamt abgestimmt und würden umgesetzt, verspricht Akman. Mitbringen sollten Wähler:innen eine Maske – und einen eigenen Stift. (Georg Leppert)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare