Frank Nagel will die Interessen aller Verkehrsteilnehmer einbeziehen.
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Frank Nagel will die Interessen aller Verkehrsteilnehmer einbeziehen.

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CDU in Frankfurt setzt auf Frank Nagel

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Der Verkehrspolitiker steht auf einem aussichtsreichen Listenplatz zur Kommunalwahl.

Die Erleichterung ist Frank Nagel anzumerken, als er mit dem Rad zur Hauptwache fährt. Am Vortag hatte der sogenannte Siebener-Ausschuss der Frankfurter CDU die Liste der Kandidaten zur Kommunalwahl zusammengestellt, wie CDU-Chef Jan Schneider bestätigt.

Der Verkehrsfachmann Nagel steht auf dem aussichtsreichen elften Platz. Martin Daum, der bis zur Wahl am 14. März 2021 verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion bleiben wird, tritt nicht mehr an. Damit ist ausgemacht, wer neuer verkehrspolitischer Sprecher wird.

Die CDU-Kandidaten

Die Liste der CDU Frankfurt zur Kommunalwahl am 14. März 2021 besteht aus folgenden Kandidaten: 1. Nils Kößler, 2. Stephan Siegler, 3. Christiane Loizides, 4. Sabine Fischer, 5. Martin Schäfer, 6. Christian Becker, 7. Sara Steinhardt, 8. Yannick Schwander, 9. Ulf Homeyer, 10. Claudia Korenke, 11. Frank Nagel, 12. Albrecht Kochsiek, 13. Susanne Serke , 14. Robert Lange, 15. Sybill Meister, 16. Thomas Dürbeck, 17. Sascha Vogel, 18. Verena David, 19. Kevin Bornath, 20. Christoph Schmitt, 21. Carolin Friedrich, 22. Christina Ringer, 23. Leopold Born, 24. Stephan Deusinger, 25. Claudia Erhardt, 26. Anita Akmazda, 27. Inge Cromm, 28. Birgit Weckler, 29. Viktoria Stojak, 30. Esra Kahraman. Nicht mehr dabei sind: Michael zu Löwenstein, Hildegard Burkert, Nina Teufel, Erika Pfreundschuh, Christiane Schubring, Thomas Kirchner, Martin Daum, Johannes Harsche. fle

Frank Nagel geht seit langem aus und ein bei den drei Partnern in der Koalition. Er ist eine Art Mittelsmann, der Ungereimtheiten ausgleicht und nach Kompromissen sucht. Das könne er tun, weil er kein Fraktionsmitglied sei, sagt er. Er wirke mit, ohne mitzuentscheiden.

Bei der Wahl 2016 kandidierte er noch auf einem hinteren Listenplatz. Er plakatierte aus eigenen Mitteln, um bekannter zu werden. Die Wahl ins Stadtparlament klappte damals nicht. Das Bekannterwerden ist ihm bis heute gelungen. Bei Verkehrsterminen war er so oft zu sehen wie der zuständige Dezernent.

Seit 2016 ist Nagel politisch aktiv, als Vorsitzender des Fachausschusses Verkehr der Frankfurter CDU. Er arbeitet in zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen, als ehrenamtlicher Richter am Verwaltungsgericht Frankfurt, als Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt. Er leitet das Verkehrsmuseum Frankfurt der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) in Schwanheim. Den Vertrag als „Aushilfe“ der VGF, den er dort hat, wolle er als Stadtverordneter prüfen lassen.

Als Stadtverordneter muss Nagel den Spagat schaffen zwischen Beruf und Politik. Sein Unternehmen Hartmann Nagel Art & Consulting, das 15 Mitarbeiter hat, berät Politiker und Verkehrsverbünde, unter anderem die Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft und die Verkehrsgesellschaft Hochtaunus bei der Elektrifizierung der Taunusbahn. Seit er sich politisch engagiere, ruhe die Arbeit für den Frankfurter Nahverkehrsverband Traffiq und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt, um Verquickungen zu vermeiden. Seit 2019 arbeite sein Unternehmen nicht mehr für dem RMV. Nagel vertritt einen verkehrspolitischen Ansatz, der die Interessen aller Verkehrsteilnehmer einbeziehen will: Autofahrer, Fußgänger, Radfahrer, öffentlicher Nahverkehr, Wirtschaftsverkehr.

Er sagt Sätze wie: „Natürlich brauchen wir weniger Autos in der Stadt. Dabei müssen wir uns vor allem auf die Pendler konzentrieren.“ Gleichzeitig setzt er sich für mehr Stellplätze für den Wirtschaftsverkehr ein und lehnt die dauerhafte Sperrung des Mainkais ab. Besser sei es, die Berliner Straße und den Mainkai umzubauen, mit jeweils zwei Spuren für Autos und zwei Spuren für Radfahrer.

Ihm sei wichtig, dass schwächere Verkehrsteilnehmer sicher unterwegs sein könnten, dass verkehrspolitische Entscheidungen zügiger umgesetzt würden. „Die Bürger müssen sehen, dass etwas passiert.“

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