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Das Studierendenhaus ist bis heute ein Treffpunkt für Menschen, die sich austauschen wollen; hier ein Bild aus dem Jahr 2004.

Jubiläum

Studierendenhaus in Bockenheim feiert 66-jähriges Bestehen

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Das Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim wird 66 Jahre alt. Am Samstag gibt es eine große Feier.

Das Studierendenhaus am Campus Bockenheim wird ganz groß an diesem Samstag gefeiert. Denn das Haus wird nun tatsächlich schon 66 Jahre alt. Und klar, was gehört zu jeder guten Party? Genau, viele Gäste. Der Verein „Offenes Haus der Kulturen“ lädt deswegen gemeinsam mit über 30 Initiativen zum Mitfeiern ein.

Los geht es um 15 Uhr mit einem Festakt. Frank Wolff wird Cello spielen. Der Schriftzug „Vom Studierendenhaus zum Offenen Haus“ soll zur feierlichen Eröffnung des Festes enthüllt werden. Aber nicht nur das. Wie die Macher schreiben: „Kein Fest ohne Akt. Wir wollen das Haus seiner Zukunft entgegenführen. Wenn es zur Einweihung des Studierendenhauses 1953 Reden vom Bundespräsidenten, dem amerikanischen Hochkommissar und seiner Eminenz Max Horkheimer gab, dann können wir dahinter sicher nicht zurückstehen. Lasst Euch überraschen!“ Bis 4 Uhr soll die Party in der Mertonstraße 26 gehen.

Im Studierendenhaus, im Jahr 1953 – als erstes seiner Art in der jungen Bundesrepublik – unter anderem mit Geld des US-amerikanischen Hochkommissariats erbaut, sollten Studierende, die in Krieg und Nazidiktatur sozialisiert waren, demokratische Strukturen lernen und leben. Aber es geht natürlich nicht nur um die Vergangenheit. Denn wie sang schon Udo Jürgens, und der Verein und die Initiativen wiederholen diesen Satz: „Doch mit 66 Jahren ist noch lange nicht Schluss“.

Tim Schuster, Sprecher des Vereins „Offenes Haus der Kulturen“, sagt: „Zum Jahrestag der Einweihung am 23. Februar lassen wir die Korken knallen und proben den Übergang in eine aufregende Zukunft“. Der AStA plant nämlich, in zwei Jahren das Haus in Bockenheim zu verlassen, um endlich in das neue Studierendenhaus im Westend zu ziehen. Dann könnte das „Offene Haus der Kulturen“ zu einem selbstorganisierten, interdisziplinären Kulturzentrum werden. Ein Nutzungsplan wurde bereits entworfen.

Unter dem Stichwort „Festival der Selbstverwaltung“ will man bei der Jubiläumsfeier der Öffentlichkeit zeigen, was in dem geplanten Kulturzentrum in Zukunft passieren soll.

Das Festprogramm „Our House“ gibt dabei schon mal einen Ausblick: von Theater, Workshops und Diskussionen bis zu Konzerten und einer Party im legendären Café KoZ. Spannend klingt die Diskussion um 20 Uhr mit Zeitzeugen aus den Anfängen des Studierendenhauses sowie den Vertreterinnen und Vertretern der Initiativen, die das Haus übernehmen wollen. Und am Ende schreiben die Gastgeber: „Kommt vorbei. Es ist auch euer Haus!“

Das Fest

Ein großer Festakt eröffnet „Our House - Festival der Selbstverwaltung“ am Samstag, 23 Februar. Er beginnt um 15 Uhr auf dem Campus Bockenheim, Mertonstraße 26.

Eine Ausstellung zur 66-jährigen Geschichte des Studierendenhauses ist im ersten und zweiten Stock zu sehen.

Bei einen Trommelworkshop kann man ab 16 Uhr mitmachen oder bei Irish Set-Dance Frankfurt mittanzen.

Das Netzwerk Solidarity City lädt für 17 Uhr zu einem Workshop über Obdachlosigkeit und einer Diskussion mit betroffenen Roma ein.

Das Filmkollektiv Frankfurt zeigt um 17 Uhr einen „Pupille“-Film, wie die von Studierenden gedrehten Semesterschauen hießen, mit Szenen der Eröffnung des Gebäudes.

Die Diskussion „Vom Studierendenhaus zum Offenen Haus“ beginnt um 20 Uhr.

Wer fit und weiter in Feierlaune ist, kann von 23 bis 4 Uhr morgens im Café KoZ im Studierendenhaus zu 70er-, 80er- und 90er -Musik tanzen, von Soul bis Jazz Tunes.

Das komplette Programm gibt es auf: www.ohdk.de.

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