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Blick auf die Zuschauertribühne und die Trainingsbahn für die Galopper auf der Rennbahn Frankfurt.
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Ein Bild aus vergangenen Tagen: Blick auf die Zuschauertribühne und die Trainingsbahn für die Galopper auf der Rennbahn Frankfurt.

Rennbahn

Kommt der neue Bürgerpark?

  • VonStefanie Wehr
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Die Stadt entscheidet heute, ob das ehemalige Rennbahngelände zu einer Freizeitanlage umgestaltet wird.

Die Stadtverordnetenversammlung will heute entscheiden, ob die Stadt rund 5,4 Millionen Euro für den Bau des Bürgerparks Süd auf dem ehemaligen Rennbahngelände zur Verfügung stellen soll.

Mitte nächsten Jahres könnte mit den Arbeiten begonnen werden. Wenn das Parlament sein Ja-Wort gibt, könnten Angebote für die Garten- und Landschaftsbauarbeiten bis Ende des Jahres eingeholt werden, sagt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Die Planung des neuen Parks auf dem rund neun Hektar großen Areal hat das Grünflächenamt in fünf Jahre langer Vorbereitung angefertigt.

Der neue Park, der viel Natur, Entspannungs- aber auch Sportmöglichkeiten vorsieht, wird nicht komplett neu aus dem Boden gestampft. Denn es gibt genug bestehende Elemente auf dem Areal – etwa den See in der Mitte oder den Sandmagerrasen –, die erhalten bleiben und durch Neues ergänzt werden sollen. Derzeit ist das Gelände stellenweise zugewuchert. Zwar haben zwischendurch Schafe etwas Grün abgefressen, doch von den früher penibel gepflegten Rasenflächen ist nach so langer Zeit nichts mehr zu sehen. Am 15. November 2015 galoppierten die letzten Pferde über den Turf.

Neu gebaut werden sollen zum Beispiel ein Spielplatz, ein Sportspielfeld und die von den Bürgern, besonders von vielen Jugendlichen, gewünschte Calisthenics-Sportanlage, die im westlichen Teil in der Nähe der Rennbahnstraße geplant ist. Diese Vorschläge wurden schon 2015 und 2016 von Bürgern in Workshops erarbeitet. Die Calisthenics-Anlage bietet auf 520 Quadratmetern Profis und Freizeitsportlern verschiedene Stationen und Trainingsmöglichkeiten.

Bürgerpark Süd

Auch Kinder waren am Planungsprozess beteiligt. Eine dritte Klasse und die Hortkinder der Frauenhofschule durften nach einem Klassenausflug aufs Gelände ihre Wünsche in Knete und Lego formen. Die Grundschüler hoffen auf ein Klettergerüst, eine große Rutsche und Tischtennisplatten. Das sollen sie bekommen: Geplant sind ein Kletterlabyrinth, das den Startboxen der Rennpferde nachempfunden ist, und eine Rutsche mit Turm.

Für die Kleinen soll es außerdem eine besondere Attraktion im Bürgerpark geben: eine Kinderfarm. Diese Mischung aus Abenteuerspielplatz, Bauernhof und geschütztem Erlebnisraum könnte im nördlichen Teil nahe der Niederräder Landstraße eine größere Fläche erhalten. Der Verein Kinderfarm setzt sich mit Unterstützung des Ortsbeirats 5 dafür ein, dass dort Kleintiere wie Kaninchen und Meerschweinchen, möglicherweise auch große Tiere wie Esel dauerhaft leben, um Kindern Tiere und Natur näherzubringen. Genehmigt ist die Kinderfarm aber noch nicht.

Im Osten geht die neue Parkanlage in den Bannwald über. Der Zaun zum Wald wird entfernt, und die vorhandene offene Fläche kann dann als Hundewiese genutzt werden.

Der ökologisch wertvolle Sandmagerrasen im östlichen Bereich soll langfristig bleiben, 7300 Quadratmeter sollen sogar zusätzlich neu angelegt werden. Darauf wächst etwa die seltene und geschützte Sandgrasnelke.

Außerdem werden Sanddünen als Gestaltungselement in den Park integriert. Diese „Dünen“ werden sich im Laufe der Zeit durch Erosion und Nutzung verändern, so das Grünflächenamt. In den Dünen können Besucher auf Betonbohlen spazieren, die in den Sand eingelassen werden. Die Sandbunker des ehemaligen Golfplatzes sowie der südlich gelegene Teich bleiben auch. Die Teichkante wird neugestaltet, die Folie muss komplett erneuert werden.

Da Wasser immer einen großen Anziehungspunkt für Parkbesucher darstellt, gibt es einen Steg mit Sitzstufen. Dieser sogenannte „Seeblick“ wird mit einer vier Meter hohen Pergola überdacht und soll weithin zu sehen sein. Südlich des Teichs sollen geschwungene Beton-Formen gebaut werden, Spaziergänger können sich darauf ausruhen. Aber auch althergebrachte Sitzbänke soll es im Bürgerpark geben. Und auf einer Skyline-Panorama-Plattform auf einem drei Meter hohen Hügel können die Besucher den Blick über den Park sowie zur Skyline genießen.

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