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Kommentar zur Hauptwache in Frankfurt: Umgestaltung ohne Tram

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Stadt sollte lieber die Hauptwache, die Konstablerwache und die Nebenstraßen der Zeil umgestalten, statt eine Tramlinie zu bauen. Rund um die Zeil kommt man auch zu Fuß überall gut hin.

Es ist kurios. Seit Jahren warten die Frankfurterinnen und Frankfurter darauf, dass die Stadt den unattraktiven Platz an der Konstablerwache umgestaltet und das Loch in der Hauptwache schließt. Die Erneuerung der Zeil-Nebenstraßen mit den vielen Läden, Kneipen und Begegnungsorten, den „kleinteiligen Nutzungen“, die Planungsdezernent Mike Josef stärken möchte, sie kommt – mit Ausnahme der Großen Friedberger Straße, des Kreisels an der Alten Gasse und der unscheinbaren Sackgasse Reineckstraße nahe der Konstablerwache – überhaupt nicht voran.

Die Stiftstraße, die Schäfergasse, die Stephanstraße, die Hauptwache, die Konstablerwache - sie hätten eine Aufwertung verdient. Das kann ein Straßenbahnanschluss allein nicht leisten. Auch ist kaum ein Gebiet besser erschlossen als die Innenstadt. Die S-Bahn fährt beinahe minütlich zwischen Hauptwache und Konstablerwache. Die Läden auf der Zeil und in den Nebenstraßen sind alle sehr gut und schnell zu Fuß zu erreichen.

Mehr konsumfreie Räume, Sitzmöglichkeiten, mehr Grün

Auf der Hauptwache ist, anders als Klaus Oesterling es behauptet, normalerweise nicht gerade wenig los. Vor den Pandemie-Einschränkungen war die Zeil noch die am drittstärksten besuchte Einkaufsstraße in Deutschland, hinter München und Köln. Mehr als 11 000 Menschen drängten sich stündlich zwischen Hauptwache und Konstablerwache. Jede Frankfurterin und jeder Frankfurter weiß, wie voll es samstags ist, so voll, dass viele lieber über die Zeil-Nebenstraßen laufen, um dem Trubel zu entgehen.

Auf der Hauptwache treffen sich die Menschen regelmäßig, sitzen in der Sonne, Skater üben ihre Tricks. Der Platz ist oft Ort von Veranstaltungen, um Touristinnen und Touristen anzusprechen, nicht zuletzt beim Weihnachtsmarkt.

Wenn die Stadt die Hauptwache stärker beleben will, dann mit einer Umgestaltung des Platzes, mehr konsumfreien Räumen, mehr Sitzmöglichkeiten, mehr Grün.

Wenn die Stadt das Straßenbahnnetz ausbauen will, dann ins Gutleutviertel, wo neue Wohnungen entstehen, als Verlängerung zum Bahnhof Höchst und über den Reuterweg zum Campus Westend, wo künftig mehr Menschen studieren und arbeiten werden. Die U-Bahn-Station Holzhausenstraße am Campus ist jetzt schon ausgelastet.

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