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Kommentar: Mehr Erdwärme würde Frankfurt guttun

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Von: Florian Leclerc

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Das neue Rebstockbad soll mit Erdwärme geheizt werden - hier eine Bohrung zur Messung der Wärme (Archivfoto vom 22.11.2021).
Das neue Rebstockbad soll mit Erdwärme geheizt werden - hier eine Bohrung zur Messung der Wärme (Archivfoto vom 22.11.2021). Foto: Peter Jülich © Peter Jülich

In Frankfurt gibt es gerade einmal 280 Erdwärmeprojekte bei mehr als 400 000 Haushalten. Bei der Geothermie hat Frankfurt demnach noch Luft nach oben.

Ob Frankfurt gleich führend bei der Geothermie werden muss, sei mal dahingestellt. Wichtig ist, dass Geothermie als weiterer Baustein einer nachhaltigen Energiewende ins Bewusstsein rückt. Sonne, Wind und Wasser – diese erneuerbaren Energiequellen sind bekannt. Aber Erdwärme, die oberflächennah oder aus tiefen Schichten gewonnen wird? Nicht unbedingt.

Bund fördert Geothermie

Vielleicht liegt es am mangelnden Bekanntheitsgrad, dass es in Frankfurt gerade einmal 280 Erdwärmeprojekte gibt – bei mehr als 400 000 Haushalten. Oder es liegt an den Kosten: etwa 10 000 Euro für die Bohrung und die Erdwärmesonde, etwa 10 000 Euro für die Erdwärmepumpe. Allerdings ist eine Gastherme mit Warmwasserspeicher auch nicht viel günstiger. Und eine Gastherme verheizt nunmal klimaschädliches Erdgas, das zudem recht teuer geworden ist.

Außerdem fördert der Bund den Umstieg auf Erdwärme mit bis zu 45 Prozent; das könnte Eigentümer:innen ein Anreiz sein. Dass Erdwärme das Rebstockbad und das Quartier Hilgenfeld heizen wird, wird die Bekanntheit hoffentlich weiter steigern.

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Der Frankfurter Energieversorger Mainova hält beim Heizkraftwerk West an der Umstellung von Kohle auf Gas fest. Den Einsatz von Geothermie hat die CDU Frankfurt-Sachsenhausen gefordert.

Im Frankfurter Norden soll mit dem Hilgenfeld ein Quartier für 2500 Menschen entstehen, das sich selbst mit Strom und Wärme versorgt – einmalig weit und breit, versichern Stadt, ABG und Mainova.

Im vergangenem Jahr bekam noch jeder dritte Neubau eine Gasheizung. Der Abschied von fossilen Heizquellen hat dennoch längst begonnen. Vor allem der Einbau von Wärmepumpen setzt sich immer durch.

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