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Kommentar: Wie Uwe Becker den Menschen dienen kann

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Von: Florian Leclerc

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Uwe Becker beim CDU-Nominierungsparteitag in Frankfurt. Foto: Monika Müller
Uwe Becker beim CDU-Nominierungsparteitag in Frankfurt. Foto: Monika Müller © Monika Müller

Uwe Becker, der OB-Kandidat der CDU in Frankfurt, hat ein hehres Lebensmotto: den Menschen zu dienen. Wenn er sie nach ihren Bedürfnissen fragt, ist der Konsens nicht mehr weit.

Uwe Becker, der OB-Kandidat der CDU in Frankfurt, sagt, er habe das Bedürfnis, den Menschen zu helfen und zu dienen. Das ist ein hehrer Ansatz, den man guten Gewissens feiern darf.

Den drogenkranken Menschen im Frankfurter Bahnhofsviertel würde Becker helfen, wenn er beim Bund ein Modellprojekt für den Züricher Weg in Frankfurt aushandeln könnte, inklusive legalem sogenannten Ameisenhandel in den Einrichtungen und einer Kooperation mit anderen Kommunen. Man traut Becker zu, dass er den Vorsitz des Deutschen Städtetags übernimmt, also in die Fußstapfen von Petra Roth tritt, um diese Wirkkraft zu entfalten. Den Obdachlosen würde Becker dienen, wenn er das Housing-First-Projekt unterstützen würde.

Becker war 15 Jahre lang im Magistrat

Den Menschen, die eine bezahlbare Wohnung in der Stadt suchen, würde Becker am besten dienen, wenn die städtische Wohnungsbaugesellschaft ausreichend Sozialwohnungen bauen und die Stadt weitere Belegrechte für Sozialwohnungen kaufen würde. Die Stadt gibt Privatinvestoren über den Baulandbeschluss eine Quote für Sozialwohnungen vor. Wer diese Strategie verwässert, muss sich fragen, ob er damit mehr oder weniger Sozialwohnungen schafft.

Der Umwelt würde Becker am besten dienen, wenn er sie bewahren würde. Dazu zählt vor dem Hintergrund der Klimakrise ein Ausstieg aus fossilen Energien und der Einsatz von regenerativen Alternativen, sei es Photovoltaik, Geothermie oder grüner Wasserstoff.

Viele Frankfurterinnen und Frankfurter haben das Bedürfnis nach mehr Lebensqualität in ihrer Stadt. Die Lebensqualität steigt, wenn sich der öffentliche Raum wandelt. Eine Platanenallee mit Boulevards, Bänken und Radwegen ist attraktiver als zwei Fahrspuren pro Richtung, die einen verwaisten Grünzug säumen.

Uwe Becker war 15 Jahre lang Mitglied des Magistrats. Das Elend im Bahnhofsviertel, den Mangel an bezahlbarem Wohnraum, den Sanierungsstau an Schulen, die autogerechte Stadt - Becker trifft dafür keine Schuld, aber er trägt zumindest eine Mitverantwortung. Wenn er den Menschen helfen will, sollte er sie nach ihren Bedürfnissen fragen. Dann ist der Konsens nicht mehr weit.

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