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Luftmessstation: Die Luft in Frankfurt wird ohne flächendeckende Fahrverbote nicht besser.

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Fahrverbotsurteil in Frankfurt: Die Belastung bleibt

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Der Luftreinheit und dem Gesundheitsschutz ist mit dem Urteil nicht gedient.

Wer in Frankfurt an einer Hauptstraßen wohnt, die vom Berufsverkehr belastet ist, wer an Asthma oder Bronchitis leidet, wird diesem Urteil nichts Gutes abgewinnen können. Der Verwaltungsgerichtshof Kassel hat dem Land Hessen ein weiteres Jahr eingeräumt, um den neuen Luftreinhalteplan zu erstellen. Darin können ab 2021 auch Fahrverbote für Frankfurt enthalten sein. Ob in einer Zone oder für einzelne Straßen, ließ das Gericht offen.

Für Autofahrer, die mit einem alten Diesel oder alten Benziner nach Frankfurt fahren, ändert sich nichts. Für die Anwohner der Hauptstraßen auch nicht. Sie müssen weiterhin unter zu hohen Stickstoffdioxidwerten leiden. Stickstoffdioxid ist ein giftiges Gas, das die Atemwege angreift und für vorzeitige Todesfälle verantwortlich gemacht wird. Schon seit Jahren werden die Grenzwerte an zahlreichen Straßen in Frankfurt überschritten. Besonders heftig ist es an der Friedberger Landstraße, an der Kurt-Schumacher-Straße, am Erlenbruch und am Fernbusbahnhof südlich des Hauptbahnhofs.

Nach Hochrechnungen sind noch zahlreiche weitere Straßen überbelastet. Die Anwohner dieser Straßen haben ein Recht auf unversehrtes Leben. Das wird im Urteil nicht gewürdigt. Der Luftreinheit und dem Gesundheitsschutz ist damit nicht gedient.

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