Radfahrerinnen und Radfahrern fahren auf der Schloßstraße gefährlich (Symbolfoto).
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Radfahrerinnen und Radfahrern fahren auf der Schloßstraße gefährlich (Symbolfoto).

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Die Verkehrssituation auf der Schloßstraße ist schlecht gemacht

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Radfahrerinnen und Radfahrern fahren auf der Schloßstraße gefährlich. Die neuen Verkehrsregeln müssen besser kommuniziert werden.

Das Radfahren auf der Schloßstraße in Bockenheim ist jetzt subjektiv gefährlicher als früher. Was mehrere Gründe hat. So ist das neue Verkehrsschild VZ277.1, das Autos und Lastwagen verbietet, Fahrräder und Mopeds zu überholen, noch relativ neu und nicht im Bewusstsein der Bevölkerung angekommen.

Autofahrerinnen und Autofahrer fühlen sich im Recht, wenn sie Radfahrende anhupen und zur Seite drängen, um dann in geringem Abstand vorbeizuziehen. Auch die neue Regel, dass sie zum Überholen der Fahrradfahrer:innen in der Stadt mindestens 1,50 Meter einhalten müssen, ist noch nicht bei allen angekommen.

Leider gefährden sich Radfahrende auf der Schloßstraße auch selbst. Sie fahren teilweise in dem engen Bereich zwischen den parkenden Autos und der gestrichelten Linie und quetschen sich dabei in der Tür-Öffnungs-Zone ein. Dabei dürften sie links der gestrichelten Linie, mitten auf der Straße, fahren. Darauf weisen Fahrradpiktogramme und „Sharrows“, kleine Pfeile, hin. Aber dort drängeln wiederum die Autos.

Wie lässt sich das Problem beheben? Durch eine neue Aufteilung des Straßenraums. So könnte der kaum befahrene Gleiskörper für den Kfz-Verkehr freigegeben werden. Die Parkplätze am Straßenrand ließen sich ebenfalls reduzieren. Dann wäre Platz für je eine Fahrspur für Autos und einen 2,30 Meter breiten Radweg, der sich mit Leitschwellen von der Kfz-Spur trennen lässt. Kurzfristig sollte Tempo 30 und das Überholverbot mit großen, bunten Piktogrammen auf die Straße aufgemalt werden. Derzeit ist die Situation zwar gut gemeint, aber schlecht gemacht.

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