Neue Verkehrspolitik

Der Koalitionsantrag

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CDU, SPD und Grünen wollen wesentliche Verbesserungen für Radfahrerinnen und Radfahrer.

Die Koalition im Römer richtet ihre Verkehrspolitik neu aus. In einem gemeinsamen Antrag schlägt die Koalition aus CDU, SPD und Grünen wesentliche Verbesserungen für Radfahrerinnen und Radfahrer vor, die teilweise zulasten von Fahrspuren erfolgen. Alle künftigen Radverkehrsanlagen sollen deutlich breiter werden, zwischen 2 und 2,30 Meter, sicheres Überholen ermöglichen, ohne Senken gebaut und baulich von Autos und Lastwagen getrennt werden.

Bis 2023 sollen mindestens 45 Kilometer Radverkehrsanlagen neu gebaut oder umgestaltet werden. Konkret steht zuerst ein Umbau von Bockenheimer Landstraße, Schwarzwaldstraße/Rennbahnstraße und Schweizer Straße an.

Auf der Bockenheimer Landstraße soll eine Fahrspur wegfallen, damit der Bestandsradweg verbreitert werden kann. 2019 soll die Vorplanung, 2021 der Umbau erfolgen. Mit derselben zeitlichen Vorgabe soll der Umbau der Schwarzwaldstraße/Rennbahnstraße vorangetrieben werden. Auf der Schweizer Straße ist vorgesehen, 2020 einen städtebaulichen Wettbewerb auszuloben. Dieser soll auf Vorschläge aus der Ausstellung „Fahr Rad!“ im Deutschen Architekturmuseum aus dem vergangenen Jahr zurückgreifen.

An sieben weiteren Hauptstraßen sieht die Koalition eine provisorische, bauliche Trennung der Radwege vor. Diese kann zum Beispiel durch Leitelemente mit Baken, den sogenannten Klemmfixen, oder Abtrennungen aus Stein erfolgen. Die Testphase dauert ein Jahr und wird evaluiert. Auf der Konrad-Adenauer- und der Kurt-Schumacher-Straße wird zwischen Battonnstraße und Friedberger Tor ein auf diese Weise baulich getrennter Radfahrstreifen eingerichtet, ab 2019 in Richtung Norden, ab 2020 in Richtung Süden.

Der Radfahrstreifen auf der Friedberger Landstraße zwischen Friedberger Tor und Friedberger Platz wird baulich getrennt, ab 2020. Ab dort wird Radverkehr über Rotlintstraße zur Egenolffstraße geführt. Weitere provisorisch getrennte Radwege sind auf der Mörfelder und Offenbacher Landstraße, Hanauer Landstraße, Mainzer Landstraße, Am Hauptbahnhof und an der Schönen Aussicht vorgesehen.

Von 2020 bis 2025 sollen jedes Jahr mindestens fünf Kilometer Nebenstraßen fahrradfreundlich gestaltet werden, etwa durch die Ausweisung von Fahrradstraßen, Gehwegnasen oder die Sperrung von Durchfahrten. Das ist unter anderem auf dem Oeder Weg, der Frankenallee und dem Grüneburgweg vorgesehen. Bis 2022 sollen 15 Kreuzungen fahrradfreundlich werden. Pro Jahr sollen neue 2000 Fahrradparkplätze entstehen. Breite Fahrradtrassen am Cityring und/oder Anlagenring werden geprüft. Eine Öffentlichkeitskampagne ist geplant. Die Verkehrspolizei erhält eine Fahrradstaffel.

Um die neue Verkehrspolitik umzusetzen, werden 18 Stellen geschaffen, für fünf Jahre. Bis 2021 werden rund 21 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt. 

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