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Frankfurt Koalition

Koalition ruft Zukunftsforscher

  • Claus-Jürgen Göpfert
    VonClaus-Jürgen Göpfert
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Nach Verwerfungen in der Vergangenheit wollen CDU und Grüne mit Hilfe des Zukunftsforschers Matthias Horx wieder zu einer gemeinsamen politischen Linie finden. Dabei soll es auch um die Zukunft der Kultur in Frankfurt gehen.

Bad Nauheim lockt. Mit weiträumigen Parks, Heilquellen und „historischen Wannenbädern“ in der „Gesundheitsstadt.“ Die Frage ist, wieviel von diesen Offerten CDU und Grüne aus Frankfurt wahrnehmen werden. Denn die beiden Regierungs-Parteien im Frankfurter Römer ziehen sich nicht der Gesundheit wegen am kommenden Wochenende zur Klausur an den Bad Nauheimer Waldrand zurück.

Nein, es geht um das große Ganze. Um das beherrschende Thema in Frankfurt in den nächsten Jahren: Das rasante Wachstum der Stadt. Wie damit politisch umgehen?

„Wir hoffen auf gute Ideen“, sagt Michael zu Löwenstein, der CDU-Fraktionsvorsitzende. Und sein Amtskollege Manuel Stock von den Grünen im Römer spricht von der „großen politischen Linie der nächsten zehn Jahre.“

Um eine gute Diskussionsgrundlage zu bekommen, haben sich CDU und Grüne einen Ideengeber eingeladen: Den Publizisten und Zukunftsforscher Matthias Horx. Der 59-jährige, der einst in Frankfurt die Ziehenschule besuchte, später an der Goethe-Universität studierte und für den „Pflasterstrand“ schrieb, die alternative Stadt-Postille, soll die Frage beantworten, wohin sich die großen Kommunen wie Frankfurt entwickeln.

Mehr als 800 000 Einwohner im Jahr 2030

Dass es in der schwarz-grünen Römer-Koalition zuletzt gehörig knirschte, dass man sich gegenseitig öffentlich mangelnden Arbeitswillen vorhielt, ist offiziell kein Thema. „Das Binnenklima hat sich deutlich verbessert“, urteilt Stock. Man arbeite daran, dass solche öffentlichen Verwerfungen „nicht mehr vorkommen.“

Am Freitag, 11. Juli, hält Horx sein „Impuls-Referat“, danach steht die Diskussion an und am nächsten Tag zerstreuen sich die Koalitionäre dann in vier Workshops, in denen es unter anderem um Bildung und Familie, aber auch um die Zukunft der Kultur in der Stadt geht.

Frankfurt könnte, das sagen Prognosen voraus, im Jahre 2030 mehr als 800 000 Einwohner haben, heute sind es 700 000. CDU und Grüne geben sich vor ihrer Klausur entschlossen, diese Herausforderung zu bestehen und die Stadt auch über die Kommunalwahl 2016 hinaus zu regieren.

Zugleich wissen CDU und Grüne aber auch, dass vor der Kommunalwahl, die im März 2016 ansteht, eine Zeit liegt, „in der jeder für sich und ein möglichst gutes Ergebnis kämpft“, wie es der Grüne Stock formuliert. Diese Zeit muss man überstehen, um danach wieder gemeinsam regieren zu können.

Für das Binnenklima sind bei solchen Klausuren erfahrungsgemäß die Abende mit dem „geselligen Beisammensein“ besonders wichtig. Wo alle, vielleicht bei einem Glas guten Weines, vielleicht aber auch Darjeeling-Tees, offene Worte finden. Damit man dann, wenn die nächste krisenhafte Situation heraufzieht, besser gewappnet ist. Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Klaus Oesterling ist die Klausur der Beleg dafür, dass „die Koalitionskrise noch ernster ist als gedacht.“

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