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Bahn statt Auto fahren hilft. Als großer Renner hat sich bei Beteiligten der FR-Klimawette das 365-Euro-Ticket für Senioren erwiesen. Viele fordern, es auf alle Altersstufen auszuweiten.

Klimawette

Klimawette in Frankfurt: Kaffee soll Affen schützen

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... und alle für die Klimawette: Abgefahrene Ideen unserer Leserinnen und Leser auf der Zielgeraden. Am Donnerstag wird bilanziert, wer gewonnen hat - außer dem Klima.

Noch drei Tage, liebe Leserinnen, liebe Leser: Heute, morgen, übermorgen, und dann – ja sicher, dann spielt die Eintracht im Europapokal, aber dann ist auch die Klimawette gelaufen. Bis Donnerstag, 24 Uhr, werden noch Beiträge angenommen. Schon jetzt steht allerdings fest, dass die Aktion ein Riesenerfolg ist, der engagierten FR-Gemeinschaft sei Dank. Sie haben das Herz am richtigen Fleck.

Inzwischen gehören auch Firmen zu den Unterstützern – etwa die Bornheimer Kaffeeanbieter Morcolade und Babba Rossa. „Beispielsweise verwenden wir keinerlei Palmöl in unseren Produkten, da der Anbau dafür mit verheerenden Folgen für die Umwelt einhergeht“, schreibt uns das Morcolade-Team. Das Café macht mit bei den Aktionen BecherBonus und Cup2gether mit dem Mainbecher, um Wegwerfgefäße zu vermeiden.

Verwendet werden ausschließlich Fair-Trade-Produkte; von jeder verkauften Packung Babbarossa-Kaffeebohnen geht ein Teilerlös an den Verein Borneo Orang-Utang Survival (BOS) Deutschland, der sich um die bedrohten Menschenaffen kümmert. FR-Lesern ist die Organisation BOS unter anderem durch das Engagement von Benni Over bekannt, einem jungen Mann, der alles für die Orang-Utans gibt, obwohl er selbst im Rollstuhl sitzt und beatmet werden muss. Die Bornheimer Kaffeeleute haben damit zur Adoption zweier Orang-Utans aus dem abgeholzten indonesischen Wald beigetragen. Wir sagen: affenstark!

So viele Kilogramm CO2 sparen die Beiträge des FR-Teams aus der vierten Woche der Klimawette ein: 


Familie Sommer: 3986 Kilogramm CO2
Dagmar Battiany: 5645
Uschi und Ernst Otto Blenn: 2350
Rafaela Del Rosso: 10 598
Julia Krohmer: 14 468
Gerald Heinbuch: 1498
Ute Wittich: 5034
Waltraud Beck: 2169
Helmut Wolf: 19 100
Gerhard Kuhn: 1500
Jutta Dräxler: 1325
Rainer Schmidt: 6270
Gisela Degenhardt: 9

Macht zusammen: 73 952 Kilo

Jedes Gramm ist ein Gewinn fürs Klima. Herzlichen Dank an alle! ill

„Ihre Initiative der Klimawette ist sehr begrüßenswert und wird sicher viele Menschen anregen, mitzutun“, schreibt Dietlind Rinke aus Bad Karlshafen. „Auch wir haben als Senioren unser Wohnmobil verkauft und reisen seitdem nur noch mit Bus und Bahn.“ Darüber hinaus lassen die Rinkes und mehrere Familien im Umkreis die Lebensmittel aus dem neun Kilometer entfernten Bioladen ins Haus bringen statt mit dem Auto dorthin zu fahren.

Prima Sache, sinnvolle Gemeinschaft, fein fürs Klima. Eine weitere Leserin, die nicht namentlich in die Zeitung möchte, fährt die sechs Kilometer zur Arbeit mit Fahrrad oder U-Bahn, ernährt sich vegetarisch und kauft ihre Lebensmittel ausschließlich im Bioladen. Aus dem Internet wird nichts bestellt, und: „Ich versuche, auch bei Kleidung, Kosmetik usw. auf biologische Erzeugung zu achten. Liebe Grüße!“ Liebe Grüße zurück!

„Ich bin gerade 70 geworden und habe noch nie eine Kreuzfahrt gemacht, obwohl die Schiffe sich hier im schönen Kieler Hafen täglich tummeln“, mailt Gabriele Schreib aus dem hohen Norden. „Ganz anders meine Altersgenossen, fünf solcher Reisen im Jahr sind da doch drin. Nun rechnet mal schön!“

Das Rechnen übernimmt wieder das fleißige Frankfurter Klimareferat, unser Wettpartner. Und noch immer warten ungezählte weitere Beiträge auf ihre Veröffentlichung. Merci an alle.

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