Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Klimatisch nähert sich Frankfurt seiner Partnerstadt Mailand an.
+
Klimatisch nähert sich Frankfurt seiner Partnerstadt Mailand an.

Klimawandel

Milano in Frankfurt

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
    schließen

Was die Klimazukunft bringt, beleuchtet das Forschungsmagazin der Goethe-Uni. Frankfurt wird sich verändern - wie, können wir noch selbst bestimmen.

Eintrachtfans werden sich gern zurückerinnern an die „mailändischen Verhältnisse“ im März 2019. Die milde Luft, die Sonne auf dem Domplatz, das frühe Tor von Luka Jovic – Europapokal. Seit 50 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt und Mailand. Bald werden sich auch die klimatischen Gegebenheiten einander angenähert haben. So sieht es jedenfalls die Frankfurter Umweltdezernentin.

„Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir in Frankfurt mailändische Verhältnisse bekommen“, sagt Rosemarie Heilig (Grüne) in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Forschung Frankfurt“ der Goethe-Uni. Und sie will damit nicht etwa Vorfreude ausdrücken.

Vielmehr spielt die Stadträtin im Gespräch mit dem Wissenschaftsjournalisten Stephan Hübner auf die Klimakrise an, die Frankfurt längst erreicht hat. 40,2 Grad an der Messstation im Westend machten die Stadt im Juli 2019 zum heißesten Ort Hessens seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor fast 140 Jahren. Tendenz, wenn wir nicht schnellstens das Ruder herumreißen, sprich, den Kohlendioxidausstoß weltweit drastisch reduzieren: steigend. Wie Frankfurt dieser Herausforderung der immer häufiger auftretenden Extremwetterereignisse begegnen will – unter anderem mit dem vielgescholtenen Goetheplatz als „Freiluftlabor“ –, greift der Bericht auf.

Blick auf das Verhältnis Forschung und Politik 

Es ist nur eine von vielen interessanten Perspektiven, die das zweimal jährlich erscheinende Magazin in seiner jüngsten Ausgabe mit dem Titel „Klimakrise“ einnimmt. Jan Schwenkenbecher etwa geht der Frage nach, welche Baumarten uns in den zu erwartenden trockenen und heißen Sommern der Zukunft noch Schatten und Sauerstoff spenden können. Das Schauspiel Frankfurt blickt aus dem Jahr 2114 zurück in die heutige Zeit und wundert sich über Begriffe wie Wachstum und Produktivität, die nach den „Klimakriegen“ völlig die Bedeutung verloren haben. Das Stück „Eternal Peace“ hätte im November Premiere haben sollen; bezeichnend, dass Corona es in die Zukunft verdrängt hat.

Birgit Blättel-Mink wirft in ihrem Beitrag einen Blick auf das Verhältnis zwischen Forschung und Politik im Umgang mit dem Klimawandel, das „nicht wirklich erfolgreich“ gewesen sei. Gut nachvollziehbar, wenn man zugrundelegt, dass der Treibhauseffekt seit Beginn des 19. Jahrhunderts bekannt war. Und so verwundert es auch nicht, dass der zum Jahresende scheidende Senckenberg-Generaldirektor Volker Mosbrugger am Ende des Hefts zu dem Fazit kommt: Wir schaffen es nicht, die Klimaerwärmung bei 1,5 Grad zu stoppen, müssen aber alles tun, um sie in Grenzen zu halten. Die Gegenposition vertritt der Forscher Joachim Curtius: Er plädiert für einen „realistischen Optimismus“ und schöpft Hoffnung aus dem Wissenszuwachs und der Lernfähigkeit der Menschen.

Das Magazin „Forschung Frankfurt“ (Einzelheft: sechs Euro) ist per E-Mail bestellbar: ott@pvw.uni-frankfurt.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare