Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Linken-Fraktionschefin Dominike Pauli begrüßt die neuen Mitglieder Martin Kliehm (li.) und Luigi Brillante.
+
Linken-Fraktionschefin Dominike Pauli begrüßt die neuen Mitglieder Martin Kliehm (li.) und Luigi Brillante.

Piraten-Fraktion im Römer

Kliehm und Brillante wechseln zur Linken

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
    schließen

Nach einem Richtungsstreit steht die Elf-Piraten-Fraktion im Frankfurter Römer vor der Auflösung. Herbert Förster wirft den Kollegen Parteischädigung vor.

Nach seinem Parteiaustritt verlässt Martin Kliehm nun auch die ELF-Piraten-Fraktion. Mit Luigi Brillante von der Europa-Liste für Frankfurt (ELF) schließt sich der frühere Pirat zum 1. November der Linken-Fraktion im Römer an. Diese wird nun mit sieben Stadtverordneten im Parlament vertreten sein.

„Schön, dass sich die vernünftigen Linken bei der Linken sammeln“, sagte Fraktionschefin Dominike Pauli am Mittwoch bei der Präsentation der neuen Fraktionsmitglieder. „Es wächst zusammen, was zusammengehört.“ Brillante sei ein erfahrener Parlamentarier und Integrationspolitiker, Kliehm verbinde „das Piratige“ mit sozialen Themen.

In die Linkspartei eingetreten sind Brillante und Kliehm nicht. Beide betonten allerdings, die politischen Übereinstimmungen, die es schon bisher gegeben habe. Brillante kündigte an, bei der Kommunalwahl wieder mit der ELF anzutreten.

Piraten haben Personalverantwortung

Kliehm sagte, er habe trotz des Flügelstreits vorgehabt, in der Fraktion zu bleiben. Sein Kollege Herbert Förster habe aber angekündigt, am Donnerstag aus dieser auszutreten. Mit nur zwei Stadtverordneten hätte ELF-Piraten den Fraktionsstatus verloren – und damit auch Geld und Räume.

Die Situation in der Fraktion sei zuletzt schwierig gewesen, berichtete Kliehm. Man habe daher vorgehabt, eine Mediatorin zu beauftragen. Er hoffe aber, dass Förster auch bis Ende Oktober in der Fraktion bleibe, sagte Kliehm. Man brauche Zeit, um die Geschäfte abzuwickeln und habe Personalverantwortung. Die Fraktion beschäftigt bislang Mitarbeiter mit zusammen 2,5 Stellen.

Förster bestätigt die Darstellung Kliehms weitgehend. Dass er aus der Zeitung von dessen Austritt erfahren habe und dieser von einem Rechtsruck bei den Piraten gesprochen habe, mache für ihn eine weitere Zusammenarbeit unmöglich, sagte er am Mittwoch der FR. Das sei parteischädigend.

Förster will sich keiner neuen Fraktion anschließen, Gerüchten, er wechsele zur SPD, widersprach er. Gebe es Angebote, werde er allerdings mit seinen Parteifreunden sprechen, sagte er. Er kündigte an, ebenfalls bis Monatsende in der Fraktion zu bleiben, um ein geordnetes Ende zu ermöglichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare