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Klettern wie ein Affe in Frankfurt

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Das neue Klettergerüst scheint gut anzukommen.
Das neue Klettergerüst scheint gut anzukommen. © christoph boeckheler*

Pünktlich zum Fest eröffnet der neue Spielplatz im Frankfurter Zoo. Auch die Bären profitieren.

Im Frankfurter Zoo klettern nun auch die kleinen Besucher:innen wieder. Auf Blickhöhe mit Gorillas und Rotscheitelmangaben können sich Kinder auf dem am Mittwoch in Begleitung des Kinderchors der Liebfrauenschule wieder eröffneten Spielplatz austoben. Die vorletzte Erneuerung des 1300 Quadratmeter großen Spielplatzes ist schon über zwölf Jahre her. 2020 mussten einige Klettergerüste gesperrt werden, weil sie zu morsch waren. Es sei traurig gewesen, jeden Tag an dem Schild vorbeizugehen, auf dem „wegen Baufälligkeit gesperrt“ stand, sagt Zoodirektorin Christina Geiger. „Jetzt können die Kinder schauen, wer besser hangeln und klettern kann - sie oder die benachbarten Menschenaffen.“

Vielleicht animiert der Blick auf deren Freianlage dazu, ihre Bewegungen auf Kletterseilen, Hängebrücken und Stangen nachzumachen. Ein schönes Weihnachtsgeschenk sei der Spielplatz, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) und bedankt sich im Namen der Stadt bei der Crespo Foundation und der Stiftung Zoo Frankfurt für ihr Engagement. Der Faktor Erholung rege Familien an, den Zoo zu besuchen. Ein attraktiver Spielplatz könne auch bei Eltern und Betreuer:innen für Entspannung sorgen.

Ein wichtiges Signal sei auch die nachhaltige Planung des Spielplatzes, Herr Kindt von der Firma Spielplatzgeräte Kindt hat auf regionale und natürliche Materialien geachtet. Verbaut wurde vorwiegend Eichenkernholz, das aus der Gegend stammt. Die in die Kletterlandschaft integrierten Felsen waren schon Teil des alten Spielplatzes. Und über eine Recyclingmaßnahme konnten sich sogar die Bären freuen - sie haben nun einen alten Kletterbaum in ihrem Gehege. „Die freuen sich ja auch über Abwechslung“, sagt Geiger.

Die Neugestaltung ermöglicht hat die Crespo Foundation mit einer finanziellen Unterstützung von 82 000 Euro. Die Stiftung wolle Kultur und Soziales mit Bewegung verbinden, so Christiane Riedel, Vorsteherin der Stiftung. Die Bewegungslust der Kinder sei während der Pandemie ausgebremst worden. „Wir wollten daher alles tun, um diese lebendige Kraft wieder aufzuwecken“, sagt sie.

Das scheint die anwesenden Kinder erreicht zu haben. Als das Absperrband von Hartwig, Geiger und Riedel durchtrennt wird, beginnt das große Rennen auf den Rundlauf. Yunus und Calixt, 3. Klasse, waren schon oft mit der Schule im Zoo, auch auf dem alten Spielplatz. Besonders gut gefallen ihnen die neuen Hängebrücken, die Wege in vier verschiedene Richtungen eröffnen.

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