Bonames

Kleingartenverein kann Insolvenz abwenden

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Eine Wasserrechnung der Mainova hätte das Aus für die Kleingartenanlage am Burghof bedeutet. Gabi Avlianos, Vorsitzende des Kleingartenvereins, ist froh, dass das Thema nun vom Tisch ist.

Aufatmen beim Kleingartenverein (KGV) Bonames: Die Mainova verzichtet auf darauf, dass der Verein 130 000 Euro für eine Wasserrechnung zahlen soll. Das wäre das Ende für den Verein gewesen. Er hätte Insolvenz anmelden müssen. Nun kann er sich einem anderen Problem widmen: der Wasserversorgung an sich.

Der Schreck war groß, als Anfang 2017 die Rechnung kam. 130 000 Euro sollte der 1923 gegründete Verein für den Wasserverbrauch des abgelaufenen Jahres auf der zweiten ihrer drei Anlagen Am Burghof, zwischen dem Kalbach und dem Alten Flugplatz, zahlen. Bislang musste der Verein immer rund 350 Euro zahlen.

Die Ursache für die hohen Kosten war schnell gefunden: ein Leck in der Leitung.   Im Dezember 2016, kurz vor Eingang der Rechnung, wurde daher die Wasserzufuhr zur Anlage abgeschaltet.

Zwischen Mainova und KGV entfachte ein Streit. Der Energieversorger behauptete, dass der Verein für das Lecke verantwortlich sei, weil es sich hinter dem Zähler befände. Der Verein indes entgegnete, dass sowohl Zähler als auch Leck nicht auf ihrem Grundstück und schwer erreichbar seien.

Mit dieser Sichtweise setzten sie sich am Ende durch. Bei einem Ortstermin erkannten die Mainova-Vertreter, dass die KGV-Mitglieder in den Zählerschaft nicht einfach so gelangen konnte; selbst Mainova-Mitarbeiter dürfen ihn aus Sicherheitsgründen nur zu zweit betreten. Aus Kulanz trete man daher von der Forderung zurück, heißt es von der Mainova.

Gabi Avlianos, Vorsitzende des Kleingartenvereins, ist froh, dass das Thema vom Tisch ist. „Das war für den Vorstand und alle Vereinsmitglieder ein großes Aufatmen“, sagt sie. Nun müsse die Wasserversorgung an sich verbessert werden. Denn an dem Zustand der abgeschalteten Wasserzufuhr hat sich seit Dezember 2016 nichts geändert.

Die Gärtner haben sich seitdem selbst geholfen. Im Frühling 2017 wurde ein Brunnen an der Gemeinschaftshütte der Anlage gebohrt, „um wenigstens eine Wasserstelle zu haben und um die Toiletten zu versorgen“, schildert Avlianos. Sonst hätten sich die Pächter Trinkwasser von zu Hause mitgebracht, Regenwasser genutzt und Wasser am Brunnen geholt. Außerdem, so die Vorsitzende, „wurde uns freundlicherweise von der Werkstatt Frankfurt gegenüber am Alten Flugplatz ein Wasserhahn mit Trinkwasser zur Verfügung gestellt.“ Mittlerweile wurden zwei weitere Brunnen gebohrt, die im Juli und August in Betrieb genommen werden konnten. Die Pächter sind somit wieder mit Wasser versorgt. Ein bis zwei weitere Brunnen sind im kommenden Jahr geplant. „Ein Anschluss an das Wasserversorgungsnetz der Mainova wird aber nicht mehr erfolgen.“ Da ist sich Gabi Avlianos sicher.

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