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Idylle auf den Mainwasen.
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Idylle auf den Mainwasen.

Stadtentwicklung

Kleingärtner im Süden Frankfurts fürchten um ihre Flächen

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Der Bau der Europäischen Schule könnte das Gelände des KGV Mainwasen betreffen. Der Vereinsvorsitzende kündigt größtmöglichen Widerstand an.

Klaus J. Tippmann kündigt Widerstand an, der Vorsitzende des Kleingärtnervereins Mainwasen spricht sogar vom „größtmöglichen Rabatz“, den seine Mitstreiter und er machen wollen, und wer ihm zuhört, kann sich vorstellen, dass besagter Protest sehr laut werden dürfte. Tippmann fürchtet um die Zukunft seines Vereins. Denn sollte die neue Europäische Schule auf den Mainwasen gebaut werden, fiele ein Großteil der Gärten des Vereins weg, prophezeit er.

Dass die Schule, die der Europäischen Zentralbank vertraglich zugesichert ist, auf dem Gelände an der Gerbermühlstraße errichtet wird, dafür spricht derzeit einiges. Liegenschaftsdezernent Jan Schneider (CDU) favorisiert diesen Standort, und auch die Grünen im Römer plädieren für eine Bebauung des Areals – allerdings nur, wenn für die Sportvereine, deren Gelände überbaut wird, eine gute Lösung in Oberrad gefunden und die Gerbermühlstraße auf einer Strecke von mehreren Hundert Metern nach Süden verlegt wird, so dass zwischen der Schule und dem Mainufer eine große durchgehende Grünfläche entsteht.

Über die Zukunft der beiden betroffenen Sportvereine SV Sachsenhausen und VfL Germania werde viel diskutiert, „aber wir spielen in den Plänen der Stadt offenbar keine Rolle“, sagt Tippmann. Dabei könne der Bau der Europäischen Schule zur Katastrophe für den Verein werden. Der KGV verfügt über 107 Parzellen. 33 davon liegen auf einer Anlage in unmittelbarer Nähe zum Main, sie wären nicht betroffen. Der weitaus größere Teil der Gärten befindet sich aber östlich der Fußballplätze von Germania und SV Sachsenhausen. Für die Schule müsste ein beträchtlicher Teil weichen, sorgt sich Tippmann.

Noch keine detaillierten Pläne

Davon geht Günter Murr, der Sprecher von Liegenschaftsdezernent Schneider, nicht aus. Detaillierte Pläne, wo genau die Schule gebaut wird, gebe es noch gar nicht. Dass aber die gesamte Anlage vernichtet wird, wie Tippmann im Worst-Case-Szenario warnt, kann sich Murr nicht vorstellen.

Auch die umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Stadtparlament, Ursula auf der Heide, glaubt nicht an einen Kahlschlag beim KGV Mainwasen. Die Europäische Schule werde nur auf den Sportplätzen gebaut und betreffe den Verein nicht. Allerdings müsste die nach Süden verlegte Gerbermühlstraße östlich der Schule wieder auf ihre derzeitige Strecke einschwenken. Und dabei, sagt auf der Heide, könnten in der Tat einige wenige Gärten verloren gehen. Für diese ließen sich im Areal zwischen Main und Offenbacher Landstraße, das die Grünen „neu und groß denken wollen“, Ersatz finden.

Klaus J. Tippmann aber ist weiter skeptisch. Er erinnert sich noch gut an den Bau der Osthafenbrücke. Höchstens zwei Gärten in der nördlichen Anlage des Vereins müssten dafür weichen, sei ihm damals von der Stadt versprochen worden: „Am Ende waren zwölf Gärten weg.“

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