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Was meint Frank Maiwald?
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Was meint Frank Maiwald?

RÖMERBRIEFE

Klare Botschaften

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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  • Georg Leppert
    Georg Leppert
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Wir scheitern an einem Wahlplakat der FDP. Doch auch die anderen Parteien sollten deutlicher werden. Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Leppert: Hier läuft das Bein des Spaziergangs. Bald auch in Paderborn.

Busch: Bitte?

Leppert: Hier schreibt die Hand des Handwerks. Bald auch in Bielefeld.

Busch: Schön, du hast im Urlaub den Verstand verloren.

Keine Sorge, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik, uns geht es gut. Wir versuchen nur, ein Wahlplakat zu verstehen. Und dazu spinnen wir etwas herum.

Konkret geht es um Frank Maiwald, geboren 1981, von Beruf Volkswirt, Schatzmeister der Frankfurter FDP und Direktkandidat seiner Partei im Wahlkreis 182, der vor allem die Innenstadt und den Frankfurter Westen umfasst. Dort hängen auch seine Plakate. Maiwalds Slogan: „Hier schlägt das Herz des Aufstiegs. Bald auch in Berlin.“

Und nun stellen wir uns Fragen. Viele Fragen. Wo ist „Hier“? In Maiwalds Brust? Weil er ein Aufsteiger ist? Oder doch im Wahlkreis? Aber warum schlägt das Herz dann bald in Berlin? Und passt das mit dem Aufstieg überhaupt zu Frankfurt? Also, der letzte Eintracht-Aufstieg ist fast zehn Jahre her.

Nun könnte man sagen: Gut, wir beschäftigen uns mit dem Kandidaten. Alles richtig gemacht, Frank Maiwald. Aber so funktioniert Werbung in der Regel nicht. Die Leute brauchen klare Ansagen: Wählt mich! Ich bin der Beste! Daran erinnert man sich in der Wahlkabine. Nicht: Wie war das jetzt? Aufstieg, Abstieg? Herz, Niere? In Frankfurt oder Berlin? Egal, wähle ich lieber eine andere Partei.

Insofern: Deutliche Botschaften. Wie es Maiwalds Parteifreund Thorsten Lieb macht. „Aus Liebe zur Freiheit“, textet er. Vielleicht hätte er noch schreiben können: „Aus Lieb(e) zur Freiheit.“ Weil er ja Lieb heißt. Lustig, oder?

Was fordern die anderen?

Aber wo wir gerade bei Tipps sind. Womit könnten denn die anderen Parteien in Frankfurt werben, wenn sie bei den Wählerinnen und Wählern in Erinnerung bleiben wollen?

Die SPD etwa sollte mit der AWO-Affäre und der Verstrickung des Oberbürgermeisters souverän umgehen und texten: „Ist uns doch egal, was die Ex-Frau von Peter Feldmann mal verdient hat.“

Bei Volt, wo man im Römer gerne mal urplötzlich das Personal wechselt, bietet sich an: „Wir haben Kandidat:innen, aber wenn die Ihnen nicht gefallen: Da kommen eh noch andere.“

Die latent beleidigte CDU, die von den Grünen aus der Koalition im Römer geworfen wurde, wirbt mit einem knackigen: „Schwarz-Grün? Vergiss es einfach, Annalena. Dann lieber wieder mit den Sozis.“

Die Grünen versuchen derweil, veloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen: „Diesmal achten wir auf die Frauenquote – fest versprochen.“

Bleibt die Partei „Die Partei“, in deren Räumen es Gerüchten zufolge hoch hergehen soll, aber wir können da nicht ins Detail gehen, denn offenbar stimmen die Gerüchte nicht, und das geht ja alles vor Gericht. Der Slogan von Nico Wehnemann und seinen Leuten: „Mal wieder Bock auf illegale Partys?“

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das aus dem Frankfurter Rathaus berichtet. Frühere Römerbriefe gibt es in unserem Dossier

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