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Bester Ort zum Rumliegen: das Mainufer in Sachsenhausen.
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Bester Ort zum Rumliegen: das Mainufer in Sachsenhausen.

Radfahren in Frankfurt

Klagen über Radler am Mainufer

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Klagen über rasende Radler am Mainufer werden immer lauter. Wer dort mit dem Rad rasant fahren will, sollte den Radweg am Hochkai benutzen, raten Stadt und ADFC.

Zwischen Gerbermühle und Flößerbrücke lassen die drei Radler am Sonntag ihre schnellen Elektrofahrräder am Mainufer flitzen, beschleunigen spielend auf 25 Stundenkilometer. Einem Vater, der mit seinem Kind auf dem Rad eher gemächlich strampelt, rufen sie zu: „Fahren Sie mal zur Seite!“ – und düsen vorbei. Hinter der Flößerbrücke drängeln sie sich dann zwischen Spaziergängern, Joggern, Inlineskatern und anderen Radfahrern hindurch. Seit der Frühling in Frankfurt eingezogen ist, häufen sich solche Situationen. 

„Die Stadt wächst insgesamt, was eine Zunahme bei allen Verkehrsarten nach sich zieht, aber der vorhandene Straßenraum bleibt gleich, da häufen sich die Konflikte“, sagt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Im Verkehrsdezernat sind die Beschwerden über Radfahrer, die sich nicht an die Regeln halten, die andere auf dem Bürgersteig oder am Mainufer bedrängen, bekannt.

CDU für Radfahrverbot am südlichen Mainufer

Die CDU-Fraktion im Römer wollte aus diesem Grund bei den Koalitionsverhandlungen 2016 durchsetzen, das Radfahren am südlichen Mainufer und auf der Zeil ganz zu verbieten. Das stieß auf den erbitterten Widerstand vor allem der Grünen. „Die Position der CDU hat in der Koalition keine Mehrheit gefunden“, sagt Oesterling. 

Von einem Fahrverbot für Radfahrer am Main hält auch der ADFC in Frankfurt nichts. „Was aber auch nicht geht, ist, dass Radfahrer andere Radfahrer wegdrängeln oder drangsalieren“, sagt ADFC-Sprecher Bertram Giebeler. Das südliche Mainufer sei eine Vergnügungszone, die in erster Linie den Fußgängern, Flaneuren und Cafégästen vorbehalten sei. „Wir können jeden Radfahrer nur dringend auffordern, an Schönwetterwochenenden den Tiefkai zu meiden – außer am frühen Morgen.“

Am südlichen Mainufer gebe es einen neuen und bequem befahrbaren Radweg am Hochkai entlang, der zwischen Friedensbrücke und Flößerbrücke liegt. Dort seien selbst schnelle Radfahrer trotz der Ampeln zügiger unterwegs als im Gedränge am Main, wo der Radfernweg R3 entlangführt.

Auch auf der nördlichen Mainseite rät Giebeler, am Wochenende die Straße am Untermainkai zu nutzen, wenn es am Ufer zu voll ist. Inzwischen seien Schutzstreifen von der Wiesenhüttenstraße bis zur Untermainanlage markiert. Ansonste gelte: „An Schönwetterwochenenden müssen Radfahrer auch mal bremsen.“ Stadtrat Oesterling verweist unterdessen darauf, dass die Stadt nach und nach die Radwege neu ausschildere - einen Stadtteil pro Monat. Das Radwegenetz in der Innenstadt und am Main werde bis 2021 mit neuer Beschilderung versehen.  „Dann können wir die schnellen Radler nach oben auf den Hochkai schicken.“

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